Jul 7, 2012 - Allgemein    Kommentare deaktiviert für Wo ist unser Mut geblieben?

Wo ist unser Mut geblieben?

Zaun

Das geht an alle, die mit mir vom ganzen Herzen bezeugen: Jesus Christus ist mein Herr und mein Leben soll ihm gehören! Es gibt da eine Bibelpassage, die mich ganz schön aus den Socken haut. Seit gestern denke ich immer wieder hierüber nach:

Phil 1,12) Ihr sollt wissen, liebe Brüder, dass alles, was mir [Paulus] hier zugestoßen ist, die Verbreitung des Evangeliums gefördert hat; 13) denn hier weiß jeder, dass ich für Christus in Ketten liege, sogar die Soldaten der Palastwache. 14) Und die meisten der Brüder hier haben durch meine Gefangenschaft Mut gefasst und wagen es, das Wort Gottes ohne Furcht weiterzusagen.

Hier schreibt Paulus zu einer Gemeinde aus dem Gefängnis, wo er festgehalten wird und in Ketten gelegt wurde. Ich will gleich zum Punkt kommen. Wo ist unser Mut geblieben? Da liegt ein Mann im Gefängnis, weil er an Jesus glaubt und voller Leidenschaft durch die Länder zieht, mit nur einem Ziel: Den Menschen davon zu erzählen, dass es einen Weg gibt, wie wir Frieden mit Gott haben können. Davon zu erzählen, dass Gott seinen eigenen Sohn auf die Erde geschickt hat, damit wir eben nicht zugrunde gehen, sondern ewiges Leben geschenkt bekommen. Davon zu erzählen, dass Gott sogar seinen Sohn opferte, ja, ihn sogar abschlachten ließ, weil unsere Sünde gegen Gott und unsere Mitmenschen so massiv ist, dass dies mit dem Tod bestraft werden muss. Die Kosten … haben nicht wir zahlen müssen, sondern der Sohn Gottes, Jesus Christus. Freunde, das ist das Evangelium, die gute Nachricht. Jemand anderes ist komplett für meine Schlechtigkeit aufgekommen. Was ist das für eine unglaubliche Botschaft?

Nun liegt Paulus da im Gefängnis, ohne eine echte Straftat begangen zu haben. Und ihm fällt anscheinend nichts anderes ein, als der Gemeinde in Philippi Dinge wie z. B. das hier zu schreiben:

Phil 4,4) Freut euch im Herrn allezeit! Noch einmal will ich es sagen: Freut euch!

Kein Gezicke, kein Gemotze, kein Nörgeln, kein Fluchen, kein Maulen, …
Pure Freude.

Paulus freut sich darüber, dass es alle wissen: „Ich liege für Christus in Ketten!“ Aber der Höhepunkt für mich kommt noch. Diese Freude und Hingabe ist von Paulus auf andere Christen übergeschwappt. Lies noch mal oben den Vers 14! Andere Christen wurden aufgrund dieses guten Beispiels angespornt, um mit demselben Eifer anderen Menschen von dem oben genannten Evangelium zu berichten.

Ich möchte mit 3 Fragen schließen:

  1. Wie sehr erschüttert und bewegt es dich, dass Tausende von Christen derzeit auf diesem Planeten ungerechterweise verfolgt werden?
  2. Wie sehr motiviert es dich von deinen „Geschwistern in Ketten“ zu hören, und anschließend mit derselben Entschiedenheit für deinen Glauben einzutreten (z. B. in deinem Freundeskreis)?
  3. Wie oft dient dein eigenes Leben als ein Beispiel für andere Christen (z. B. in deiner Gemeinde)?

Passend zum Thema hänge ich noch ein interessantes Video aus dem letzten Jahr von der Menschenrechtsorganisation Open Doors an:

Soli Deo Gloria,
wju

Bildquelle: Matt Gruber

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