Aug 9, 2017 - Impulse    1 Kommentar

Widersprüchlich

Ich bin ein Haufen voller Widersprüche, ich will es nicht sein, aber es ist wahr.

Ich predige ein Evangelium des Friedens, aber mein Leben ist nicht immer vom Frieden bestimmt.

Ich rede über einen Jesus, der allein die Seele vollkommen befriedigen kann,
dennoch bin ich oft nicht zufrieden.

Ich feiere eine Theologie der Gnade, aber ich reagiere oft ungnädig.

Warum versuche ich die Zügel in der Hand zu halten,
wenn ich doch in Gottes Hand ausruhen könnte?

Sogar in den Momenten, in denen ich denke, gewappnet und vorbereitet zu sein,
mach ich letztendlich doch das, was ich nicht tun wollte.

Ärger, Ungeduld, Neid, Unzufriedenheit, übles Gerede, Zorn, Selbstsucht

sind nicht die Frucht des neuen Lebens,
sind nicht der Weg der Gnade.

Es gibt da dieses Gesetz, das in mir arbeitet.

Selbst wenn ich mit dem Wunsch nach Gutem losziehe, folgt mir das Böse auf Schritt und Tritt.

Es ist dieser Krieg, der in mir wütet,
zwischen dem Verlangen nach dem Guten und der Sünde, die alles andere ist als gut.

Es gibt Zeiten, in denen ich mich wie ein Gefangener fühle,
der gegen seinen Willen festgehalten wird.

Ich habe nicht vorgehabt, im Supermarkt wütend zu werden,
aber dieser Kerl hat mich verrückt gemacht.

Ich habe nicht geplant, unzufrieden zu sein,
aber diese Begegnung war einfach nur unerträglich.

Diese Diskussion sollte nicht zu einem Streit ausarten, aber es geschah wieder einmal.

Ich bin dankbar für Gottes Gnade,
aber es gibt täglich Beweise dafür, dass ich immer noch Hilfe brauche.

Dieser Kampf in mir kann nicht gelöst werden durch
Strategien, Prinzipien, Techniken, Pläne, Vorbereitungen, nützliche Hinweise.

Der Krieg, den ich nicht gewinnen kann, demütigt mich.

Das Verlangen, das ich nicht überwinden kann, betrübt mich.

Ich habe Dinge getan, die ich nicht entschuldigen kann.

Doch nun bin ich gekommen, um das zu bekennen, was ich wirklich brauche: Rettung.

So, erbarme dich über mir, o Gott.
Nach deiner unerschütterlichen Liebe.
Nach deinem großen Mitgefühl.
Lösche meine Übertretungen aus.
Waschen alle meine Schuld weg.
Und reinige mich von meiner Sünde.
Denn ich kenne meine Übertretungen
und meine Sünde ist immer vor mir.

Ich ergreife die Rettung, die nur in dir gefunden werden kann.
Dank sei Gott – durch Jesus Christus, unseren Herrn!

Eine übersetzte und leicht abgewandelte Andacht von Paul Tripp.
Zum Original: „Psalm 51: Romans 7“

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