Jun 19, 2013 - Allgemein    1 Kommentar

Was ist das Evangelium?

Golgatha

Als Jesus mit knapp 30 Jahren angefangen hat durch die Dörfer und Städte zu ziehen, um zu predigen, sagte er einmal folgende eindringliche Worte:

Mk 1,15) Tut Buße und glaubt an das Evangelium!

Doch was bedeutet das eigentlich genau? Jesus Christus ruft zu zwei sehr entscheidenden und elementaren Dingen des christlichen Glaubens auf. Folgende Zitate und Erklärungen können uns dabei helfen die Worte von Jesus noch besser zu verstehen.

Tut Buße!

Buße zu tun beinhaltet Veränderungen in unserem Leben auf zwei Ebenen:

Buße beinhaltet nicht nur die neue Einstellung oder innere Haltung gegenüber Gott, die Liebe zu Gott und die Betrübnis und den Hass gegen die Sünde, sondern auch eine neu geschenkte Kraft, den Weg der Sünde zu verlassen und Gottes Willen zu folgen.

— Kurt Vetterli
aus „Timotheus Magazin — #9 Buße“

Es geht also einerseits um die Beziehung zwischen mir und Gott und andererseits um die Beziehung zwischen mir und meiner Schuld. Buße tun bedeutet demnach, dass ich meine Situation in einem neuen Licht erkenne und sich aus dieser neu gewonnen Erkenntnis gute Konsequenzen ergeben: Ich entferne mich von dem Schlechten und wende mich dem Guten zu.

… und glaubt an das Evangelium!

Jesus sagt aber in der obigen Passage nicht einfach nur „Tut Buße!“, sondern er fügt noch hinzu: „… und glaubt an das Evangelium!“ Denn wenn der Glaube an das Evangelium fehlen würde, dann würde nämlich unsere Buße bzw. unsere Umkehr zu Gott ins Leere laufen. Doch bevor ich dir erkläre, warum das so ist, möchte ich den Pastor Mark Dever zu Wort kommen lassen, der dir versucht das Evangelium auf einfache Art und Weise zu erklären:

Die gute Nachricht des Evangeliums ist: Der eine wahre heilige Gott, der alles geschaffen hat, schuf auch uns Menschen, und zwar nach seinem Bild, um ihn zu erkennen. Doch der Mensch fiel in Sünde und Verdammnis. Aber in seiner großen Liebe wurde Gott in Jesus Mensch, lebte ein vollkommenes Leben und erfüllte das Gesetz. Er starb als Sühneopfer am Kreuz und nahm die Strafe der Sünden all derer auf sich, die zu ihm umkehren und ihm vertrauen. Er ist von den Toten auferstanden, was beweist, dass Gott das Opfer Christi angenommen hat und dass sein Zorn gegen uns gestillt ist. Er ruft uns nun dazu auf, über unsere Sünden Buße zu tun und allein auf ihn zu vertrauen, um Vergebung zu erlangen. Wenn wir unsere Sünden bereuen und auf Christus vertrauen, sind wir wiedergeboren zu einem neuen Leben, einem ewigen Leben mit Gott.

— Mark Dever
aus „Persönliche Evangelisation“

Erst durch das Evangelium (also die Gute Nachricht) von Jesus ist es möglich, dass deine Buße/Umkehr nicht ins Leere läuft. Doch wer gibt mir bitteschön die Sicherheit, dass mein Bereuen und mein Bekennen von Sünden wirklich etwas nützen? Wenn ich meine Schuld vor Gott erkenne ist das doch noch lange kein Grund für Gott Fünfe gerade sein zu lassen, oder? Und genau hier setzt die Gute Nachricht ein:

Gott, ich weiß, dass ich nichts wiedergutmachen kann. Das was geschehen ist, ist geschehen! Aber du hast deinen Sohn Jesus Christus stellvertretend für meine Schuld sterben lassen. Nicht ich, sondern Jesus hat meine Situation wieder gut gemacht. Darum kehre ich zu dir um, ich vertraue diesem gewaltigen Opfer und möchte an dich glauben!

Es stimmt: Gott lässt nicht Fünfe gerade sein. Stattdessen hat Jesus „nur ein einziges Mal ein Opfer dargebracht, nämlich sich selbst, und dieses Opfer gilt für immer“ (Hebr 7,27)! Jesus schafft damit für uns Menschen eine Grundlage, um wieder in einer guten, erfüllten und versöhnten Gemeinschaft mit Gott zu leben. Vergebung anstatt Bestrafung — das nennt man Gnade!

Diese kurzen Zitate und Erklärungen sind nur ein Versuch die großen und gewaltigen Worte von Jesus Christus auf ihre wesentlichen Merkmale runter zu brechen. Wenn dir das aber noch nicht genügen sollte, dann bitte ich dich folgende Website zu besuchen: JesusChristus.de — Wer ist Jesus Christus wirklich?

Ich wünsche dir, dass du merkst, wie sehr Gott über unsere Schuld und Gottlosigkeit trauert. Diese Erkenntnis sollte auch uns mit Trauer erfüllen. Und auf der anderen Seite wünsche ich dir, dass du erfährst, wie sehr Gottes Wesen von aufopferungsvoller Liebe und Selbsthingabe geprägt ist. Diese Realität lässt alle Trauer verschwinden und gibt uns übermäßige Freude, denn durch eine versöhnte Beziehung zum Vater im Himmel, „sind wir wiedergeboren zu einem neuen Leben, einem ewigen Leben mit Gott“!

Soli Deo Gloria,
wju

Bildquelle: Joe Cavazos

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1 Kommentar

  • Danke für diesen klaren Artikel!