Nov 2, 2016 - Impulse    1 Kommentar

Predigten sind keine geschichtlichen Vorlesungen!

Mein Blogger-Kollege Jörn nennt einige Gefahren, wenn Predigten zu historischen Vorlesungen verkümmern:

  • Gefahr die Relevanz des Texts für „heute“ zu verpassen.
  • Gefahr einer gelangweilten Zuhörerschaft.
  • Es ist möglich die Gegenwart Gottes, welche im Text spricht, zu verpassen.
  • Es verpasst das Prinzip von Römer 15,4 wonach die ganze Schrift zur Ausrüstung der Gläubigen des neuen Bundes geschrieben wurde.
  • Es verpasst das Prinzip von Lukas 24 und die Zentralität von Christus in der Bibel und dem Leben als Nachfolger.
  • Es lässt die Botschaft des Evangeliums aus, welches den Sieg Christi verkündet und Menschen einlädt durch Entscheidungen darauf zu antworten.

Ich glaube, dass teilweise die Gefahr besteht, zu vergessen, dass Predigen mehr ist, als die nackten literarischen Fakten zu benennen. Der Zuhörer muss in das Geschehen hineingenommen werden und den Text existenziell erfassen bzw. vielmehr von Gottes Wort erfasst werden.

Zum Artikel: Die Predigt als „geschichtliche Vorlesung“

Okt 29, 2016 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Kinder-Ehe adé? Denkste!

Kinder-Ehe adé? Denkste!

In Deutschland leben 1475 verheiratete Kinder und Jugendliche, in 361 Fällen sind die Betroffenen jünger als 14 Jahre. Jetzt hat Bundesjustizminister Heiko Maas (50) einen neuen Gesetzentwurf vorgelegt. Doch verbieten will der Sozialdemokrat Kinderehen völlig überraschend NICHT.

Eigentlich war es der Plan der Bundesregierung, dass im Ausland geschlossene Kinderehen in Deutschland annuliert werden. „Zwangsehen dürfen wir nicht dulden, sondern müssen entsprechende Schutzmechanismen für die Betroffenen noch umfänglicher in Gang setzen“, hatte Maas noch auf der Seite des Justizministeriums geschrieben. Der Koalitionspartner CDU hatte ein eindeutiges Verbot gefordert.

Jetzt die überraschende Wende! Kinderehen sollen künftig nur von Gerichten aufgelöst werden, wenn das Kindeswohl des minderjährigen Ehepartners gefährdet sei.

Irrsinnige Folge: Nach dem neuen Entwurf müsste etwa ein 13-jähriges Mädchen vor Gericht gegen ihren Ehemann aussagen, dass ihr Kindeswohl gefährdet ist. Sollten sich weder das Kind noch das Jugendamt über die Eheschließung beschweren, wird die Ehe faktisch für gültig erklärt.

Zum Artikel: Maas will Kinderehen NICHT verbieten!

Okt 29, 2016 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Kleiner Fehler. Große Auswirkung.

Kleiner Fehler. Große Auswirkung.

Ein Ehepaar beschließt dem Winter in Deutschland zu entfliehen und bucht eine Woche Südsee. Leider kann die Frau aus beruflichen Gründen erst einen Tag später als ihr Mann fliegen. Der Ehemann fliegt wie geplant. Dort angekommen bezieht er sein Hotelzimmer und schickt seiner Frau sogleich eine E-Mail.

Blöderweise hat er sich beim Eingeben der E-Mail-Adresse vertippt und einen Buchstaben vertauscht. So landet die E-Mail bei einer Witwe, die gerade von der Beerdigung ihres Mannes kommt und die Beileidsbekundungen per E-Mail abruft. Als ihr Sohn das Zimmer betritt, sieht er seine Mutter ohnmächtig zusammensinken. Sein Blick fällt auf den Bildschirm, auf dem zu lesen steht:

AN: meine zurückgebliebene Frau
VON: Deinem vorgereisten Gatten
BETREFF: Bin gut angekommen.

Liebste, ich bin soeben angekommen. Habe mich hier bereits eingelebt und sehe, dass für Deine morgige Ankunft schon alles vorbereitet ist. Wünsche Dir eine gute Reise und erwarte Dich morgen. In Liebe, Dein Mann.

PS: Es ist verdammt heiß hier unten!

Okt 29, 2016 - Impulse    Kommentare deaktiviert für On the Cessation of the Charismata

On the Cessation of the Charismata

Ich zitiere einige Abschnitte aus einem Buch von John Ruthven (Link siehe unten). Ich teile nicht jeden exegetische Befund kann aber seiner continuationistischen Bewertung der geistlichen Gaben (Charismen) viel abgewinnen.

The essential nature of the kingdom of God is divine power–directed toward reconciliation of man to God, of righteousness, peace and joy–displacing the rule and ruin of the demonic (“The kingdom of God does not consist in talk, but in dunamis,” 1Cor 4:20). Of the 98 contexts of divine dunamis in the NT, 65 refer to what the Protestant tradition would designate as “extraordinary” or “miraculous” charismata, 33 of the cases refer to the power of God without clear indication in the immediate context as to the exact way in which God’s power is working.

The New Testament miracles do not appear simply to accredit preaching (or, “the word”); rather the preaching in most cases articulated the miracle, placing it in its Christological setting and demanding a believing and repentant response. Presently, the exalted Christ continues to pour out his charismata upon his Church to empower his kingdom mission until the end of the age (see sec. 11.D. below). It is simply unbiblical to say as Warfield does, that after an initial outpouring of spiritual gifts in the apostolic age to reveal and establish Church doctrine, the exalted Christ’s “work has been done.”

… expressed biblically, the divine “Spirit” is presented in Scripture as associated primarily and essentially performing charismatic operations. The exegetical support for these interpretive paraphrases have been worked out in the dissertation.

Moreover, the greatest new revelation of all was announced by John the Baptist, who “did no Miracle” (Jn 10:41). The contention that miracles faded as one moves toward the end of Acts thus indicating the onset of the cessation of miracles is misleading. Much of the last part of Acts relates to an imprisoned Paul, who, when released for normal ministry at the end of the book practically empties the island of Malta of its sick (Acts 28:9)! Further, to argue that because “Jews seek signs and Greeks seek wisdom” (1Cor 1:22), that Christian evangelism moved from an evangelism characterized by miracles to one characterized by reasoned discourse (and remained there for the rest of Church history) flies in the face of Paul’s own characterization of his highly charismatic gospel among the Gentiles (Acts 15:12; Rom 15:19; 2 Cor 12: 12; 1 Thess 1:5). More importantly, following the tradition of Jesus who refused signs to those who demanded them for evidential proof (Mk 8:11-11; Mt 12:38-39; Lk 11:16, 29) Paul insists his reaction to the unbelieving demand for a sign (or wisdom) is not to willingly provide them, as this argument would have it, but to preach the “wisdom and power of God” Christ crucified only to those who could receive it.

The presence or absence of certain charismata in one’s experience proves nothing at all about one’s spiritual status or destiny (Mt 7:21-22). Neither “charismatics” or “non-” are more or less “saved” than the other; both are at once sinful, but justified by grace alone. Nevertheless, the NT offers patterns as to how the Gospel is to be presented, received and lived out.

Much divisiveness over the gifts of the Spirit today derives from a common premise held by both sides of the debate: evidentialism. If spiritual gifts are adduced as proofs of spiritual status or attainment, rather than used as tools for humble service for others, then conflict naturally follows. The core temptation to the first and Second Adam, and by extension to all of us, was to use spiritual knowledge and power to accredit one’s independent and exalted religious status, instead of through them, rendering glory, obedience and service to God. Spiritual gifts are powerful weapons against the kingdom of darkness; but misapplied in evidentialist polemics they can wound and destroy the people of God.

If the Church has “begun in the Spirit,” let us not attempt to change God’s methods to complete our course in the weakness of human flesh. Since it is the Father’s pleasure to “give good gifts to them who ask Him,” it must be our pleasure to receive them humbly.

Mehr lesen: On the Cessation of the Charismata

Okt 24, 2016 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Wie prüft man Prophetien?

Wie prüft man Prophetien?

Paulus, der in 1Thess 5,20 davon spricht, dass man Weissagungen/Prophetien nicht verachten soll, sagt nur wenig später, dass man diese wiederum nicht einfach ungefiltert aufsaugen soll. Es heißt im Kontext:

Weissagungen verachtet nicht, prüft aber alles, das Gute haltet fest! Von aller Art des Bösen haltet euch fern! (1Thess 5,20-22)

Eine Prüfung durchzuführen impliziert automatisch die Annahme, dass am Ende des Prüfungsprozesses ein positives oder ein negatives Ergebnis steht. Ansonsten würde eine Prüfung keinen Sinn haben. Es ist äußert aufschlussreich, dass bereits im 2. Brief an die Thessalonicher die Gemeinde laut Paulus mit falschen Glaubensaussagen konfrontiert wurde. Die Gemeinde wird laut 2Thess 2,2 dafür kritisiert jegliche Äußerungen – egal ob durch „Geist“, „Wort“ oder „Brief“ – für bare Münze zu nehmen. Jegliche Quellen – natürlicher sowie übernatürlicher Art – müssen vor ihrer Annahme unbedingt einem Test unterzogen werden.

Doch auf welcher Grundlage soll eine Prüfung geschehen?

In der Auseinandersetzung mit den Verführungen in 2Thess 2 verweist Paulus auf einen Standard, der uns vor falschen Lehren bewahren kann. Es handelt sich um die unerschütterliche Grundlage ihres Glaubens: „Überlieferungen, die ihr gelehrt worden seid, sei es durch Wort oder durch unseren Brief“ (2Thess 2,15). Das, was den Thessalonichern gebracht wurde, war der „ein für alle Mal überlieferte Glaube“ (Jud 3).

Wer aufmerksam beide Thessalonicherbriefe liest, wird erkennen, dass Paulus alles andere als gegen Weissagungen im Gemeindezeitalter ist. Jedoch fordert er gleichzeitig zur gewissenhaften Prüfung auf und erinnert den Leser in dem Zuge an die unveränderlichen Überlieferungen. Ein ziemlich simples Prinzip wie ich finde.

Also: Lies deine Bibel. Kenne deine Bibel. Liebe deine Bibel.

Okt 24, 2016 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Predigtreihe: Römer 8

Predigtreihe: Römer 8

roemer8

Inzwischen habe ich die Predigtreihe „Römer 8“ beendet. Es war eine spannende Reise durch den Mount Everest der Bibelkapitel. Unten findest du die Predigten aus der Reihe im Gesamtüberblick.

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Okt 22, 2016 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Verheißungen an Überwinder

Verheißungen an Überwinder

Römer 8 spricht davon, dass wahre Kinder Gottes und Nachfolger Jesu die Herausforderungen der Nachfolge durch die Kraft des Heiligen Geistes meistern. Sogar aus Bedrohungen wie Bedrängnis, Angst, Verfolgung, Hungersnot, Blöße, Gefahr oder Schwert werden wir siegreich hervorgehen bzw. diese überwinden. Wer zu den Überwindern gehört, auf den warten herrliche Verheißungen:

Wer überwindet, dem werde ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, welcher in dem Paradies Gottes ist. (Offb 2,7)

Wer überwindet, wird keinen Schaden erleiden von dem zweiten Tod. (Offb 2,11)

Wer überwindet, dem werde ich von dem verborgenen Manna geben; und ich werde ihm einen weißen Stein geben und, auf den Stein geschrieben, einen neuen Namen, den niemand kennt, als wer ihn empfängt. (Offb 2,17)

Wer überwindet und meine Werke bis ans Ende bewahrt, dem werde ich Macht über die Nationen geben; und er wird sie hüten mit eisernem Stab, wie Töpfergefäße zerschmettert werden, wie auch ich von meinem Vater empfangen habe; und ich werde ihm den Morgenstern geben. (Offb 2,26-28)

Wer überwindet, der wird so mit weißen Kleidern bekleidet werden, und ich werde seinen Namen aus dem Buch des Lebens nicht auslöschen und seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln. (Offb 3,5)

Wer überwindet, den werde ich im Tempel meines Gottes zu einer Säule machen, und er wird nie mehr hinausgehen; und ich werde auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das aus dem Himmel herabkommt von meinem Gott, und meinen neuen Namen. (Offb 3,12)

Wer überwindet, dem werde ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe. (Offb 3,21)

Wer überwindet, wird dies erben, und ich werde ihm Gott sein, und er wird mir Sohn sein. (Offb 21,7)

Okt 21, 2016 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Jesu aktiver und passiver Gehorsam

Jesu aktiver und passiver Gehorsam

Jesus’ so-called “passive” and “active” obedience were lifelong endeavors as he fulfilled the demands and suffered the penalties of God’s law, and both culminated in the cross.

Though some critics of Reformed theology critique the distinction as extrabiblical, I think the New Testament clearly teaches both aspects: the lifelong passive obedience of Christ (his penalty-bearing work of suffering and humiliation) and the lifelong active obedience of Christ (his will-of-God-obeying work) culminate in the cross. Those who trust in him and are united to him do not just have his active obedience credited to their account; nor do they just have his passive obedience credited to their account. The Bible doesn’t divide his obedience up in this way. Rather, believers are recognized as righteous through the imputation of the whole obedience of Christ (the reckoning of Christ’s complete work to our account).

In other words, confessionally Reformed folks argue for both-and, not either-or. In the New Testament, Christ’s righteous work is of one cloth: it’s always “obedience unto death.” One cannot separate Christ’s fulfillment of God’s precepts from Christ’s payment of the penalty for our failing to obey God’s precepts.

– Justin Taylor

Mehr lesen: Do You Know the Difference Between the “Active” and “Passive” Obedience of Christ?

Okt 20, 2016 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Die Komplementarität von Mann und Frau

Die Komplementarität von Mann und Frau

Sehenswert! Eine sehr feine, erfrischende und humorvolle Diskussion zwischen Männern und Frauen über die „Komplementarität von Mann und Frau“.
Vorsicht: Es handelt sich um alles andere als um egalitären Mainstream.

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