Nov 8, 2016 - News    Kommentare deaktiviert für Christentum & Islam: Die Unterwerfung

Christentum & Islam: Die Unterwerfung

Christliche Vertreter sind in Israel unterwegs und islamische Vertreter bitten sie, ihr Kreuz bei einem Besuch des Felsendoms abzulegen. „Wir haben aus Respekt vor den Gastgebern gehandelt.“ (Bedford-Strohm)

Wie soll man es anders nennen als eine Verleugnung des Glaubens, wenn zwei wichtige Repräsentanten des Christentums bei einer Pilgerreise aus Rücksicht auf die Reizbarkeit muslimischer Glaubensvertreter ihr Kreuz ablegen? Es sind in der Geschichte des Christentums eine Menge Leute gestorben, weil sie genau das abgelehnt haben. Man kann das unvernünftig oder verbohrt finden, in den Kirchen werden sie heute als Heilige und Märtyrer verehrt. So ist das nun einmal mit dem Glauben: Den Gläubigen imponiert Standfestigkeit, nicht die Kapitulation vor fremden Mächten.

Die Geschichte ist in jeder Hinsicht abenteuerlich. Schon das Wort „Gastgeber“ verrät ein merkwürdiges Verständnis von Toleranz und Gastrecht. Kann man sich vorstellen, dass von einem Würdenträger des Islam bei dem Besuch der Theatinerkirche in München verlangt würde, Dinge zu entfernen, die deutlich machen, dass er einem anderen Glauben folgt als dem christlichen? Wenn ich jemanden begrüßen würde, wäre jedenfalls nicht das erste, was ich tun würde, ihn zu nötigen, sich des wichtigsten religiösen Symbols zu entledigen, das er bei sich führt.

[…]

Die Demutsgeste der Bischöfe fällt in eine Zeit, in der es für Christen in vielen Ländern der Erde wohl noch nie so gefährlich war, sich zu ihrem Glauben zu bekennen. Was sich im Nahen und Mittleren Osten unter den Augen der muslimischen Geistlichkeit abspielt, ist eine Tragödie, anders kann man es nicht sagen. Ich könnte mir vorstellen, dass der Verzicht auf das Kreuz viele Christen, die trotz Verfolgung und Diskriminierung standhalten, mit Trauer und Ratlosigkeit erfüllt.

Gott hat seinen eigenen Humor, heißt es. Am vergangenen Montag wurde in Deutschland feierlich das Reformationsjubiläum eingeleitet. Ich bin kein Luther-Experte. Aber nach allem, was ich über den großen Reformator gelesen habe, konnte er ein ziemlicher Hitzkopf sein. Wahrscheinlich wäre ein Pilgerbruder Luther den deutschen Bischöfen heute so peinlich, dass sie ihn im Hotelzimmer einschließen würden. Von einem Mann, der seine Thesen an Kirchtüren genagelt haben soll, darf man alles erwarten, aber nicht Respekt vor dem Wunsch der Gastgeber, wenn es ums Kreuz geht.

Zum Artikel: Christentum und Islam: Die Unterwerfung

Nov 8, 2016 - Impulse    Kommentare deaktiviert für 10 Gründe, warum die Autoren des Neuen Testaments die Wahrheit sagten

10 Gründe, warum die Autoren des Neuen Testaments die Wahrheit sagten

Gesehen auf Facebook bei meinem Philosophen-Freund Rod Nolte. 🙂

1. Die Autoren des NT schrieben Dinge auf, die ihre Bewegung in ein ungünstiges Licht rückten. (Jünger waren fortwährend schwer von Begriff, Jünger verließen Jesus, Petrus verleugnete Jesus, etc.)

2. Die Autoren schrieben unangenehme Aussagen anderer über Jesus auf. (Jesus sei ein „Fresser und Weinsäufer“, von Dämonen besessen, etc.)

3. Die Autoren schrieben Worte Jesu mit sehr schwer zu erfüllenden Anforderungen auf. (Feindesliebe, Scheidungsverbot etc.)

4. Die Autoren des NT unterschieden klar zwischen Jesu Worten und ihren eigenen Worten. (Sie schrieben Jesus nicht Worte zu, um theologische Dispute zu regeln)

5. Die Autoren des NT beschrieben Ereignisse bei Begräbnis und Auferstehung Jesu, die sie nicht erfunden hätten. (Z.B. dass nicht sie, sondern ein Mitglied des Sanhedrin (Joseph von Arimathäa) das Begräbnis für Jesus organisierten; dass Frauen die ersten Zeugen der Auferstehung waren, u.a. die früher dämonenbesessene Maria Magdalena).

6. Die Autoren des NT erwähnten mehr als 30 Personen, die durch außerbiblische Quellen historisch bestätigt wurden. (Wäre daran etwas falsch gewesen, hätte man es leicht nachprüfen und widerlegen können, z.B. die Begegnungen und Gespräche von Paulus mit Festus, Felix, etc.).

7. Die Schriften des NT enthalten genügend Abweichungen in Details, um unabhängige Zeugenberichte zu sein, und genügend Übereinstimmungen in der Kernbotschaft, um über die gleichen Ereignisse zu schreiben. (Simon Greenleaf, Harvard Professor in Law: „Die Evangelien würden heute vor Gericht problemlos als Augenzeugen-Aussagen anerkannt“.)

8. Die Autoren des NT fordern ihre Leser heraus, die Fakten zu überprüfen, und auch Wunder nachzuprüfen. (Paulus spricht in 1. Kor. 15 von 500 Augenzeugen der Auferstehung, „von denen die meisten noch leben“).

9. Die NT Autoren beschreiben Wunder wie alle anderen Ereignisse: mit einfachen Worten, ohne Ausschmückungen.

10. Die Autoren des NT gaben tief verwurzelte, 1500 Jahre alte Überzeugungen auf (Tieropfer, Gesetz, Beschneidung, Sabbat am Samstag, etc.), und nahmen radikale neue Überzeugungen an (Abendmahl: Brot und Wein (Leib und Blut Jesu), vollkommenes Opfer Jesu am Kreuz (also Rettung nicht durch Gesetz), Feiertag am Sonntag, Taufe etc.) und waren bereit, dafür in den Tod zu gehen.

Quelle: „I don’t have Enough Faith to Be an Atheist“ (Turek, Geisler)

Nov 7, 2016 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Jesus allein rettet

Jesus allein rettet

Pastor und BFP-Präses Johannes Justus schreibt:

[Das Kreuz symbolisiert] das Zentrum des christlichen Glaubens. Es steht nicht nur für Hinrichtung, sondern vor allem für Erlösung. In diesem Zusammenhang fasziniert mich, dass die Bibel gar kein Interesse an der Sünde als solche hat, sondern stets an der Überwindung der Sünde. Nicht das Problem ist zentral, sondern die Lösung des Problems.

[…]

Kein Mensch könnte zurückkehren in die Gemeinschaft mit Gott, wenn Jesus nicht gestorben und auferstanden wäre. Er allein hat den Tod besiegt, ist in den Himmel aufgefahren, wurde zur Rechten Gottes erhöht und empfing alle Macht im Himmel und auf Erden (Markus 16,9). So wurde seine Erniedrigung nicht nur zur Grundlage seiner Erhöhung, sondern auch zur Grundlage unserer Erlösung.

[…]

Die Offenbarung Gottes in seinem Sohn übertrifft alles. Gott kann uns nicht näher kommen, als er es in Jesus getan hat. Mit ihm beginnt eine neue Zeitrechnung. Buchstäblich. Er ist in seiner Würde, Hoheit und Majestät über alles erhaben. Er ist der Grund und das Ziel aller Existenz. Deswegen konnte er allein Erlösung bringen. Es gibt keinen anderen Weg zu Gott als durch ihn. Das ist das Bekenntnis des christlichen Glaubens.

Mehr lesen: Jesus allein rettet

Nov 7, 2016 - Impulse    1 Kommentar

Nein zur Judenmission?

israel

Die Evangelische Kirche in Deutschland scheint es mit ihren Verlautbarungen mal wieder besser zu wissen als die Jünger Jesu der ersten Stunde:

„Ein christliches Glaubenszeugnis, das darauf zielt, Juden zum Glauben an Jesus als Christus zu bekehren, widerspricht dem Bekenntnis zur Treue Gottes und der Erwählung Israels.“ (Quelle)

Wer es mal wagt seine Bibel zu öffnen wird recht bald erkennen, dass christliche Mission immer zuerst in den jüdischen Synagogen (!) begann:

In Damaskus
Apg 9,20: Und sogleich predigte er in den Synagogen Jesus, dass dieser der Sohn Gottes ist.

Auf Zypern
Apg 13,5: Und als sie in Salamis waren, verkündigten sie das Wort Gottes in den Synagogen der Juden.

In Antiochia
Apg 13,14: Sie aber zogen von Perge aus hindurch und kamen nach Antiochia in Pisidien; und sie gingen am Tag des Sabbats in die Synagoge und setzten sich.

In Thessalonich
Apg 17,1: Nachdem sie aber durch Amphipolis und Apollonia gereist waren, kamen sie nach Thessalonich, wo eine Synagoge der Juden war.

In Beröa
Apg 17,10: Die Brüder aber sandten sogleich in der Nacht sowohl Paulus als auch Silas nach Beröa; die gingen, als sie angekommen waren, in die Synagoge der Juden.

In Athen
Apg 17,17: Er unterredete sich nun in der Synagoge mit den Juden und mit den Anbetern und auf dem Markt an jedem Tag mit denen, die gerade herbeikamen.

In Korinth
Apg 18,4: Er unterredete sich aber in der Synagoge an jedem Sabbat und überzeugte Juden und Griechen.

In Ephesus
Apg 18,19: Sie kamen aber nach Ephesus, und er ließ jene dort zurück; er selbst aber ging in die Synagoge und unterredete sich mit den Juden.
Apg 19,8: Er ging aber in die Synagoge und sprach freimütig drei Monate lang, indem er sich mit ihnen unterredete und sie von den Dingen des Reiches Gottes überzeugte.

Es ist an dieser Stelle eigentlich unnötig zu erwähnen, dass die ersten Jesusnachfolger (!) gebürtige Juden waren und die Kirche in den ersten Jahren hauptsächlich aus Juden bestand. Wer keine Judenmission will, der verachtet das Jerusalemer (!) Pfingstereignis (die Mission tausender Juden und damit die Geburtsstunde der Kirche), und hat damit das Recht verwirkt, sich Kirche zu nennen.

Überlegt die EKD etwa sich des Evangeliums schämen zu wollen?

Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, ist es doch Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden, sowohl dem Juden zuerst als auch dem Griechen. (Röm 1,16)

Hosianna!

Update (10.11.2016)

In einer weiterführenden Diskussion in den Sozialen Medien wurde mir entgegnet, dass die EKD-Verlautbarungen nicht so negativ bewertet werden könnten, da sie sicherlich als Beitrag im Rahmen einer kritischen Auseinandersetzung von Luthers Verhältnis zu den Juden zu bewerten seien. Mit diesen Ansatz solle demnach der „christlichen Judenfeindschaft“ vonseiten der EKD ein Ende gesetzt werden.

Doch macht dieser vorgeschlagene Deutungsrahmen die Äußerungen keineswegs richtiger oder annehmbarer. Selbst wenn Luther noch schlimmere Dinge getan hätte, rechtfertigt das nicht den Missionauftrag an Juden heute zu negieren. Hierfür wäre es ausreichend Fehler der Vergangenheit einzugestehen und von Herzen um Vergebung zu bitten. Stattdessen werden lieber biblisch unhaltbare missiologische Lehrsätze vorgelegt.

Bildquelle: Nicolas Raymond

Nov 2, 2016 - Impulse    1 Kommentar

Predigten sind keine geschichtlichen Vorlesungen!

Mein Blogger-Kollege Jörn nennt einige Gefahren, wenn Predigten zu historischen Vorlesungen verkümmern:

  • Gefahr die Relevanz des Texts für „heute“ zu verpassen.
  • Gefahr einer gelangweilten Zuhörerschaft.
  • Es ist möglich die Gegenwart Gottes, welche im Text spricht, zu verpassen.
  • Es verpasst das Prinzip von Römer 15,4 wonach die ganze Schrift zur Ausrüstung der Gläubigen des neuen Bundes geschrieben wurde.
  • Es verpasst das Prinzip von Lukas 24 und die Zentralität von Christus in der Bibel und dem Leben als Nachfolger.
  • Es lässt die Botschaft des Evangeliums aus, welches den Sieg Christi verkündet und Menschen einlädt durch Entscheidungen darauf zu antworten.

Ich glaube, dass teilweise die Gefahr besteht, zu vergessen, dass Predigen mehr ist, als die nackten literarischen Fakten zu benennen. Der Zuhörer muss in das Geschehen hineingenommen werden und den Text existenziell erfassen bzw. vielmehr von Gottes Wort erfasst werden.

Zum Artikel: Die Predigt als „geschichtliche Vorlesung“

Okt 29, 2016 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Kinder-Ehe adé? Denkste!

Kinder-Ehe adé? Denkste!

In Deutschland leben 1475 verheiratete Kinder und Jugendliche, in 361 Fällen sind die Betroffenen jünger als 14 Jahre. Jetzt hat Bundesjustizminister Heiko Maas (50) einen neuen Gesetzentwurf vorgelegt. Doch verbieten will der Sozialdemokrat Kinderehen völlig überraschend NICHT.

Eigentlich war es der Plan der Bundesregierung, dass im Ausland geschlossene Kinderehen in Deutschland annuliert werden. „Zwangsehen dürfen wir nicht dulden, sondern müssen entsprechende Schutzmechanismen für die Betroffenen noch umfänglicher in Gang setzen“, hatte Maas noch auf der Seite des Justizministeriums geschrieben. Der Koalitionspartner CDU hatte ein eindeutiges Verbot gefordert.

Jetzt die überraschende Wende! Kinderehen sollen künftig nur von Gerichten aufgelöst werden, wenn das Kindeswohl des minderjährigen Ehepartners gefährdet sei.

Irrsinnige Folge: Nach dem neuen Entwurf müsste etwa ein 13-jähriges Mädchen vor Gericht gegen ihren Ehemann aussagen, dass ihr Kindeswohl gefährdet ist. Sollten sich weder das Kind noch das Jugendamt über die Eheschließung beschweren, wird die Ehe faktisch für gültig erklärt.

Zum Artikel: Maas will Kinderehen NICHT verbieten!

Okt 29, 2016 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Kleiner Fehler. Große Auswirkung.

Kleiner Fehler. Große Auswirkung.

Ein Ehepaar beschließt dem Winter in Deutschland zu entfliehen und bucht eine Woche Südsee. Leider kann die Frau aus beruflichen Gründen erst einen Tag später als ihr Mann fliegen. Der Ehemann fliegt wie geplant. Dort angekommen bezieht er sein Hotelzimmer und schickt seiner Frau sogleich eine E-Mail.

Blöderweise hat er sich beim Eingeben der E-Mail-Adresse vertippt und einen Buchstaben vertauscht. So landet die E-Mail bei einer Witwe, die gerade von der Beerdigung ihres Mannes kommt und die Beileidsbekundungen per E-Mail abruft. Als ihr Sohn das Zimmer betritt, sieht er seine Mutter ohnmächtig zusammensinken. Sein Blick fällt auf den Bildschirm, auf dem zu lesen steht:

AN: meine zurückgebliebene Frau
VON: Deinem vorgereisten Gatten
BETREFF: Bin gut angekommen.

Liebste, ich bin soeben angekommen. Habe mich hier bereits eingelebt und sehe, dass für Deine morgige Ankunft schon alles vorbereitet ist. Wünsche Dir eine gute Reise und erwarte Dich morgen. In Liebe, Dein Mann.

PS: Es ist verdammt heiß hier unten!

Okt 29, 2016 - Impulse    Kommentare deaktiviert für On the Cessation of the Charismata

On the Cessation of the Charismata

Ich zitiere einige Abschnitte aus einem Buch von John Ruthven (Link siehe unten). Ich teile nicht jeden exegetische Befund kann aber seiner continuationistischen Bewertung der geistlichen Gaben (Charismen) viel abgewinnen.

The essential nature of the kingdom of God is divine power–directed toward reconciliation of man to God, of righteousness, peace and joy–displacing the rule and ruin of the demonic (“The kingdom of God does not consist in talk, but in dunamis,” 1Cor 4:20). Of the 98 contexts of divine dunamis in the NT, 65 refer to what the Protestant tradition would designate as “extraordinary” or “miraculous” charismata, 33 of the cases refer to the power of God without clear indication in the immediate context as to the exact way in which God’s power is working.

The New Testament miracles do not appear simply to accredit preaching (or, “the word”); rather the preaching in most cases articulated the miracle, placing it in its Christological setting and demanding a believing and repentant response. Presently, the exalted Christ continues to pour out his charismata upon his Church to empower his kingdom mission until the end of the age (see sec. 11.D. below). It is simply unbiblical to say as Warfield does, that after an initial outpouring of spiritual gifts in the apostolic age to reveal and establish Church doctrine, the exalted Christ’s “work has been done.”

… expressed biblically, the divine “Spirit” is presented in Scripture as associated primarily and essentially performing charismatic operations. The exegetical support for these interpretive paraphrases have been worked out in the dissertation.

Moreover, the greatest new revelation of all was announced by John the Baptist, who “did no Miracle” (Jn 10:41). The contention that miracles faded as one moves toward the end of Acts thus indicating the onset of the cessation of miracles is misleading. Much of the last part of Acts relates to an imprisoned Paul, who, when released for normal ministry at the end of the book practically empties the island of Malta of its sick (Acts 28:9)! Further, to argue that because “Jews seek signs and Greeks seek wisdom” (1Cor 1:22), that Christian evangelism moved from an evangelism characterized by miracles to one characterized by reasoned discourse (and remained there for the rest of Church history) flies in the face of Paul’s own characterization of his highly charismatic gospel among the Gentiles (Acts 15:12; Rom 15:19; 2 Cor 12: 12; 1 Thess 1:5). More importantly, following the tradition of Jesus who refused signs to those who demanded them for evidential proof (Mk 8:11-11; Mt 12:38-39; Lk 11:16, 29) Paul insists his reaction to the unbelieving demand for a sign (or wisdom) is not to willingly provide them, as this argument would have it, but to preach the “wisdom and power of God” Christ crucified only to those who could receive it.

The presence or absence of certain charismata in one’s experience proves nothing at all about one’s spiritual status or destiny (Mt 7:21-22). Neither “charismatics” or “non-” are more or less “saved” than the other; both are at once sinful, but justified by grace alone. Nevertheless, the NT offers patterns as to how the Gospel is to be presented, received and lived out.

Much divisiveness over the gifts of the Spirit today derives from a common premise held by both sides of the debate: evidentialism. If spiritual gifts are adduced as proofs of spiritual status or attainment, rather than used as tools for humble service for others, then conflict naturally follows. The core temptation to the first and Second Adam, and by extension to all of us, was to use spiritual knowledge and power to accredit one’s independent and exalted religious status, instead of through them, rendering glory, obedience and service to God. Spiritual gifts are powerful weapons against the kingdom of darkness; but misapplied in evidentialist polemics they can wound and destroy the people of God.

If the Church has “begun in the Spirit,” let us not attempt to change God’s methods to complete our course in the weakness of human flesh. Since it is the Father’s pleasure to “give good gifts to them who ask Him,” it must be our pleasure to receive them humbly.

Mehr lesen: On the Cessation of the Charismata

Okt 24, 2016 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Wie prüft man Prophetien?

Wie prüft man Prophetien?

Paulus, der in 1Thess 5,20 davon spricht, dass man Weissagungen/Prophetien nicht verachten soll, sagt nur wenig später, dass man diese wiederum nicht einfach ungefiltert aufsaugen soll. Es heißt im Kontext:

Weissagungen verachtet nicht, prüft aber alles, das Gute haltet fest! Von aller Art des Bösen haltet euch fern! (1Thess 5,20-22)

Eine Prüfung durchzuführen impliziert automatisch die Annahme, dass am Ende des Prüfungsprozesses ein positives oder ein negatives Ergebnis steht. Ansonsten würde eine Prüfung keinen Sinn haben. Es ist äußert aufschlussreich, dass bereits im 2. Brief an die Thessalonicher die Gemeinde laut Paulus mit falschen Glaubensaussagen konfrontiert wurde. Die Gemeinde wird laut 2Thess 2,2 dafür kritisiert jegliche Äußerungen – egal ob durch „Geist“, „Wort“ oder „Brief“ – für bare Münze zu nehmen. Jegliche Quellen – natürlicher sowie übernatürlicher Art – müssen vor ihrer Annahme unbedingt einem Test unterzogen werden.

Doch auf welcher Grundlage soll eine Prüfung geschehen?

In der Auseinandersetzung mit den Verführungen in 2Thess 2 verweist Paulus auf einen Standard, der uns vor falschen Lehren bewahren kann. Es handelt sich um die unerschütterliche Grundlage ihres Glaubens: „Überlieferungen, die ihr gelehrt worden seid, sei es durch Wort oder durch unseren Brief“ (2Thess 2,15). Das, was den Thessalonichern gebracht wurde, war der „ein für alle Mal überlieferte Glaube“ (Jud 3).

Wer aufmerksam beide Thessalonicherbriefe liest, wird erkennen, dass Paulus alles andere als gegen Weissagungen im Gemeindezeitalter ist. Jedoch fordert er gleichzeitig zur gewissenhaften Prüfung auf und erinnert den Leser in dem Zuge an die unveränderlichen Überlieferungen. Ein ziemlich simples Prinzip wie ich finde.

Also: Lies deine Bibel. Kenne deine Bibel. Liebe deine Bibel.

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