Mrz 15, 2017 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Männer zwischen Anpacken und Loslassen

Männer zwischen Anpacken und Loslassen

Adam versäumt seine Verantwortung zu ergreifen und lässt es zu, dass seine Frau in Gefahr gerät. Am Ende schadet er nicht nur sich selbst mit seinem Verhalten.

Kain wird dazu aufgefordert von seinem Zorn gegenüber seinem Bruder Abel abzulassen und stattdessen der Versuchung zu wiederstehen und somit die Sünde zu beherrschen bzw. am Kragen zu packen.

Noah packt das Projekt Arche an und bringt damit sein Gottvertrauen zum Ausdruck. Dazu muss er die Welt wie er sie bis dahin gekannt hatte loslassen. Er wird als gerecht bezeichnet und rettet sich und sein Haus.

Abraham wird aufgefordert loszulassen und seine Heimat zu verlassen. Gleichzeitig soll er der Zukunft in Kanaan entgegengehen und damit Gottes Verheißungen ergreifen.
Abraham zeigt immer wieder fehlendes Gottvertrauen, indem er in Schwierigkeiten anstatt sich treu zu seiner Frau Sarai zu stellen stattdessen sie fälschlicherweise loslässt.
Abraham war zudem im Zwiespalt: Vertraue ich mehr der biologischen Uhr oder dem Wort Gottes. Gott wollte, dass Abraham die natürliche Logik loslässt und mit übernatürlichem Wirken rechnet.
Als Abraham erneut geprüft wurde für seinen Gott Jahwe loszulassen, sollte er seinen Sohn Isaak opfern. Schweren Herzens ergriff er im Gehorsam Gottes Weisungen und erlebte eindrücklich die Rettung durch das Prinzip des stellvertretenden Opfers.

Lot wird aufgefordert loszulassen, indem er aus seiner gottlosen Heimat Sodom fliehen soll. Als er aber zögerte packten Engel seine Hand, weil der HERR Lot verschonen wollte. Lot sollte sich im Gebirge retten, hatte es aber bevorzugt eigene Pläne in der Stadt Zoar zu verfolgen. Gott war geduldig und ein wenig später ergriff Lot den Plan Gottes und ging von sich aus ins Gebirge.

Josef wird von seinen Brüdern versklavt und verkauft. Er hält nicht an Bitterkeit, Zorn und Verletzungen fest und gibt seinen Brüdern die Gelegenheit den Wiederherstellungsprozess der Beziehungen anzupacken.
Josef lässt die sexuelle Versuchung los und ergreift splitterfasernackt die Flucht, um Gott treu zu bleiben.

Mose ließ seine Zugehörigkeit zum ägyptischen Volk los. Mose nahm es in Kauf verfolgt zu werden, um später eine größere Belohnung zu empfangen. Mose wurde ein bedeutungsloser Hirte im Nirgendwo, doch Gott erwählte ihn als Oberhaupt seines Volkes Israel. Mose wird zum Befreier berufen, obwohl er noch nicht bereit ist zu akzeptieren, dass er die nötigen Fähigkeiten dazu hat. Gott sendet Aaron als Sprachrohr und sorgt damit dafür, dass Mose nach einiger Zeit Aaron als Wortführer nicht mehr benötigt und seine Berufung ergreifen kann. Moses hielt schließlich nicht an Menschenfurcht fest als er dem Pharao entgegentrat.

Als Israel gegen die Amalekiter kämpfte musste Mose seine Hände zum Gebet nach oben strecken. Als seine Arme müde wurden ergriff Aaron seinen Arm und unterstütze Mose in seiner Gebetshaltung.

Josua und Kaleb wurden gesandt Kanaan auszukundschaften. Trotz zahlreicher Schwierigkeiten und Hürden, gaben sie voller Gottvertrauen einen ermutigenden Bericht, der zum Anpacken aufforderte. Kaleb kann übersetzt werden mit „der Ergreifende“ und ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Anpacker.

Gideon traute sich loszulassen, indem er sein Kriegsvolk von 10.000 auf 300 Männer ausdünnte, um mit kleiner Kraft den Sieg Gottes davonzutragen.

Simson war auch geübt im Anpacken. Es ist ein reinstes Wunder – oder einfach nur Gnade – dass Gott ihn nicht losgelassen hat. Gott hat Simsons Handeln gesegnet, selbst wenn er manchmal echt schräg drauf war.

Boas ist bereit die moabitische Frau Rut aus ihrer hoffnungslosen Misere zu erlösen, indem er sie zur Frau nimmt. Obwohl es anfänglich erhebliche und unerwartete Schwierigkeiten in der Vermittlung zwischen Boas und Rut gibt, resigniert Boas nicht. Er packt an, indem er die Konfrontation sucht, um Probleme zu überwinden anstatt überwunden zu werden. Dadurch wurde Boas ein Vorfahre Jesu.

Samuel war bereit den egoistischen und von Gott verworfenen König Saul loszulassen und auf Gottes Weisung hin einen unscheinbaren jungen Mann namens David zum König zu salben.

König David musste in einer seiner dunkelsten Stunde seine Blutschuld eingestehen und seine Versteckspiel aufgeben. David ergriff mit zerbrochenem Geist und zerschlagenem Herz die Gnade Gott und bat Jahwe um ein reines Herz und einen festen Geist.
David freute sich wie ein Kind als er die Bundeslade wiedergefunden hatte. Auch wenn er sich durch seine Tanzerei in einigen Augen unangemessen verhielt, lies David los und war bereit in seinen Augen noch geringer und niedriger für Gott zu sein.
Als David sich vornahm für Gott einen Tempel zu bauen, musste er sich demütigen. Gott wollte, dass er sein Herzensprojekt loslässt und einem anderen überlässt. Sein Sohn Salomo sollte nämlich dieses gewaltige Projekt anpacken.

Als Gott König Salomo fragte, was er sich von ihm wünsche, verzichtete Salomo auf Eitelkeiten wie Reichtum oder ein langes Leben. Stattdessen bat er Gott um ein verständiges Herz. Salomos Weisheit überstieg alles bisher dagewesenes. Gott fügte außerdem sowohl Reichtum als auch Ehre in einem Maß hinzu, das weit erhaben war über alle anderen Könige.

König Josia lässt die Fehler seiner Vorgänger hinter sich und wagt erneut das Volk Gottes auf Gottes Wort auszurichten. Als Josia sich in Kopf gesetzt hatte einen Krieg anzuzetteln, der Gott missfiel musste er die Konsequenz des Todes tragen, weil er seine eigenmächtigen Pläne nicht loslassen wollte.

Als der stolze König Nebukadnezar nicht davon abließ sein Volk zu nötigen ihn in Form einer goldenen Statue anzubeten, strafte ihn Gott, sodass er wahnsinnig wurde und von den Menschen ausgestoßen wie ein Tier leben musste. Als er seinen Stolz losließ schenkte Gott ihm erneut das Königtum.

Der Prophet Elia packte kühn und mutig eine Herausforderung nach der nächsten an. Sogar im Wettstreit mit Götzenpriestern war er bereit Unmögliches von Gott zu erwarten. Doch auch der starke Elia hatte Grenzerfahrungen erlebt, sodass er lernen musste Zeiten der Despression, des Rückzugs und des Selbstmitleids loszulassen und Neues im Namen Gottes anzupacken.

Der Prophet Hosea muss Unvorstellbares anpacken. Er wird aufgefordert eine Prostituierte zu heiraten, um auf unnachahmliche Weise die Untreue Israels und Treue Gottes gleichnishaft zu präsentieren.

Der Prophet Jeremia hingegen musste bevor er seine Berufung anpacken konnte, vorerst lernen loszulassen. Jeremia musste aufhören auf seine eigene Unzulänglichkeit zu sehen und stattdessen auf Gottes Möglichkeiten vertrauen.

Der Prophet Daniel hat alle Annehmlichkeiten am Königshof, durch die er sich gegenüber Jahwe verunreinigen würde, losgelassen, um danach festzustellen, dass Gott treu ist und ihn gemeinsam mit seinen Freunden um ein vielfaches mehr segnet als andere Mitstreiter.

Der Prophet Hesekiel prophezeite auf einzigartige Weise in Form von starken Bildern und Zeichenhandlungen. Hesekiel sollte bspw. auf Kot (!) gebackenes Brot essen, in so geringen Rationen, dass er gerade noch überleben konnte. Loslassen und Anpacken der besonderen Art.

Der Priester Esra packt seine Sachen und wandert als einer der ersten aus dem babylonischen Exil zurück nach Israel, um für die geistliche Zurüstung der Rückkehrer zu sorgen. Sein Mitstreiter Nehemia ist auch als Anpacker im heruntergekommenen Israel unterwegs, indem er den wichtigen Bau der Stadtmauer realisiert.

Jesus ist in eigentlich unbeschreiblicher Weise ein Loslasser und Anpacker par excellence. Jesus ließ seine himmlische Ehre los und wurde Mensch wie wir, um als Knecht zu dienen. Im Garten Gethsemane sehen wir die weitreichenden Folgen seines Anpackens: Jesus ergreift das Kreuz als seine Bestimmung. Jesu Loslassen und Anpacken führt zur Rettung der Menschen.

Der reiche Jüngling ist aufgefordert sein Eigentum loszulassen, bevor es ans Anpacken bzw. an die Nachfolge geht.

Der Apostel Petrus lernt als notorischer Anpacker, dass das Loslassen zum Segen werden kann. Vor allem, wenn man auf offenem Meer versucht auf Wasser zu laufen.

Der Apostel Paulus lässt seine religiöse Stellung los und ist bereit als Narr zu gelten, weil er allein Christus predigt, und ihn als gekreuzigt. Voller Leidenschaft hat er der Führung des Heiligen Geistes vertraut und gerne die Herausforderungen angepackt, die Gott ihm zugemutet hat.

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