Okt 3, 2016 - Impulse    1 Kommentar

Ist Paulus vertrauenswürdig?

Kürzlich wurde mir die interessante Frage gestellt, ob die Schriften von Paulus für uns Christen dieselbe Autorität wie die Worte von Jesus besitzen und somit vertrauenswürdig sind. Folgende Aspekte haben mich dazu bewogen diese Frage positiv zu beantworten.

Jesus versichert seinen Jüngern bzw. den Aposteln, dass sie diejenigen sein werden, denen die Worte Jesu auch nach dessen Himmelfahrt anvertraut sind. Sie zählen zu denen, die dafür Sorge tragen, dass Gottes Wort in allen Ländern Verbreitung findet.

Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. (Joh 14,26)

Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen. (Joh 16,13)

Wenn der Beistand gekommen ist, den ich euch von dem Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der von dem Vater ausgeht, so wird der von mir zeugen. Aber auch ihr zeugt, weil ihr von Anfang an bei mir seid. (Joh 15,26-27)

Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! (Mt 28,19-20a)

Paulus wird von Jesus selbst als Werkzeug berufen. Er wird viel leiden müssen, wird jedoch Gottes Wort vor Nationen tragen.

Dieser ist mir ein auserwähltes Werkzeug, meinen Namen zu tragen sowohl vor Nationen als auch vor Könige und Söhne Israels. Denn ich werde ihm zeigen, wie vieles er für meinen Namen leiden muss. (Apg 9,15-16)

Nach der Bekehrung des Paulus wird schließlich seine Aussendung vom Heiligen Geist initiiert.

Während sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe! Da fasteten und beteten sie; und als sie ihnen die Hände aufgelegt hatten, entließen sie sie. Sie nun, ausgesandt von dem Heiligen Geist, gingen hinab … (Apg 13,2-4a)

Der von Jesus berufene Paulus wird von den angesehenen Aposteln als Apostel für die Heiden anerkannt und bestätigt. Somit wird die Berufung vonseiten der sogenannten „Angesehenen“ nicht etwa ausgesprochen, sondern schlicht nachvollzogen.

Von denen aber, die in Ansehen standen – was immer sie auch waren, das macht keinen Unterschied für mich, Gott sieht keines Menschen Person an -, die Angesehenen haben mir nämlich nichts zusätzlich auferlegt, sondern im Gegenteil, als sie sahen, dass mir das Evangelium für die Unbeschnittenen anvertraut war ebenso wie Petrus das für die Beschnittenen – denn der, der in Petrus zum Apostelamt für die Beschnittenen wirksam war, war auch in mir für die Nationen wirksam -, und als sie die Gnade erkannten, die mir gegeben worden ist, gaben Jakobus und Kephas und Johannes, die als Säulen angesehen werden, mir und Barnabas den Handschlag der Gemeinschaft, damit wir unter die Nationen gingen, sie aber unter die Beschnittenen. (Gal 2,6-9)

Petrus höchstpersönlich – quasi als Chef der Apostel – bestätigt den autoritativen, vertrauenswürdigen Charakter der paulinischen Schriften und betont die Übereinstimmung ihrer Botschaften.

Und seht in der Langmut unseres Herrn die Rettung, wie auch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm gegebenen Weisheit euch geschrieben hat, wie auch in allen Briefen, wenn er in ihnen von diesen Dingen redet. In diesen Briefen ist einiges schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften zu ihrem eigenen Verderben. (2Petr 3,15-16)

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