Sep 20, 2016 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Es gibt einen Punkt, an dem Menschen anderen nicht mehr zuhören – selbst wenn diese recht hätten

Es gibt einen Punkt, an dem Menschen anderen nicht mehr zuhören – selbst wenn diese recht hätten

Ich bekenne mich freudig und entschieden zum christlichen Glauben reformierter Prägung. Ich finde volle Zustimmung zum Heidelberger und zum Westminster Katechismus. Sie widerspiegeln das, was ich in der ganzen Bibel lese, ohne Abstriche vorzunehmen oder Stellen zurecht zu feilen, um sie in ein System hineinzupressen. In einigen Fragen, die zwar wichtig sind, sich jedoch nicht um die zentrale Botschaft des Evangeliums drehen, kann ich auch andere Argumentationen nachvollziehen (z. B. Gemeinde- und Gottesdienstordnung, Taufe, Geistesgaben, Frauenfrage).

Mit Schmerzen beobachte ich, dass reformiert geprägte Kreise manchmal durch ihre Rechtsgläubigkeit und – leider – auch Arroganz auffallen. Es würde mich nicht wundern, wenn einige nach dem Lesen von Blogbeiträgen diesen Eindruck von mir selbst hatten. Tatsächlich schimmern schon mal Spuren des Ärgers und der Rechthaberei durch. Gott sei Dank für die Brüder, die mich darauf hinweisen, und Dank dem, der meine Verfehlungen getragen hat und trägt!

Jemand hat mir gesagt: „Es gibt einen Punkt, an dem Menschen anderen nicht mehr zuhören – selbst wenn diese recht hätten.“ So ist es. Wer sich über Abgrenzung definiert, muss sich nicht wundern, wenn er sich eines Tages isoliert hat. Francis Schaeffer ist mir in dieser Hinsicht ein grosses Vorbild. Er betonte stets, dass rechte Lehre und liebevolle Beziehungen Zwillinge sind. Ich verweise auf meine Besprechung des kurzen Texts „Das Kennzeichen des Christen“.

– Hanniel Strebel

Hanniel formuliert in seinem Artikel 10 Fragen, die uns dabei helfen können die Wahrheit zu sagen, ohne dabei rechthaberisch und arrogant zu werden.

Mehr lesen: hanniel.ch

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