Aug 15, 2012 - Allgemein    1 Kommentar

Die verändernde Kraft des Evangeliums

Golgatha

Im Alten Testament der Bibel gibt es einen sehr interessanten Vers, der da heißt:

Jer 13,23a) Kann ein Schwarzer seine Haut ändern, ein Leopard seine Flecken?

Was sind das für zwei Fragen? Dass man ohne Weiteres nicht seine Hautfarbe ändern kann (außer man leidet bspw. an der der Hautkrankheit Vitiligo), ist sicherlich kein Geheimnis. Von einem Leoparden, der sich eigenwillig seiner Flecken entledigt, haben wohl die meisten von uns auch noch nichts gehört.

Also, was sollen diese beiden Fragen? Jeremia versucht in diesen Worten eine Unmöglichkeit zu beschreiben, die darin besteht, die eigenen Umstände niemals verändern zu können. Doch worauf will Jeremia genau hinaus? Die Spitze seiner Aussage findet sich erst im zweiten Teil desselben Verses!

Jer 13,23) Kann ein Schwarzer seine Haut ändern, ein Leopard seine Flecken? Dann könntet auch ihr Gutes tun, die ihr an Böses tun gewöhnt seid.

Aber Moment mal. Ich kenne unzählige Menschen die Gutes tun. Es gibt riesige Hilfsorganisationen, was ist mit denen? Tun die etwa „nichts Gutes“? — Nun, das sind Fragen, die mich lange umhergetrieben haben. Hat die Bibel wirklich Recht mit diesen Worten? Um genauer zu verstehen, was uns Gott hiermit sagen möchte, müssen wir weiter suchen und forschen. In den Psalmen schreibt der alte israelische König David:

Ps 53,3) Gott blickt vom Himmel auf die Menschen herab, will sehen, ob einer dort verständig ist, nur einer, der wirklich Gott sucht. 4) Doch alle sind abgewichen von ihm, sie sind alle verdorben. Keiner tut Gutes, nicht einer ist da.

Genau dieselben Worte zitiert der Gemeindegründer und Missionar Paulus in einem seiner Briefe und kommt schließlich zu dem Schluss:

Röm 3,23) Alle Menschen haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren.

Wenn also die Bibel davon spricht, dass „niemand Gutes tut“, dann ist das nicht aus unserer menschlichen Perspektive zu beantworten, sondern aus Gottes Blickwinkel. Wie können wir meinen, dass wir Geschöpfe getrennt von unserem Schöpfer besser dran sind und alleine die Maßstäbe für unser Leben festsetzen? Diese Beziehungslosigkeit zu Gott nennt die Bibel Sünde. Deswegen klagt Gott zurecht:

Jer 32,33) Sie haben mir den Rücken zugekehrt und nicht das Gesicht. Obwohl ich sie immer wieder belehrte, hörten sie nicht und nahmen keine Belehrung an.

Die Aussichten sind also ziemlich bitter, wenn du dir noch mal den obigen ersten Vers anschaust. Erinnerst du dich? Es ist schier unmöglich, dass Menschen wie wir imstande sind in Gottes Augen „Gutes zu tun“. Wer glaubt, dass Gott unsere Gottlosigkeit kalt lässt, hat weit gefehlt! Gott spricht:

Jer 14,17) Nacht und Tag fließen meine Augen von Tränen und kommen nicht zur Ruhe. Denn mein kostbares Volk liegt tödlich verwundet am Boden.

Eine Veränderung, ja, eine Umwälzung des eigenen kaputten und verdorbenen Herzens ist von dir aus nicht möglich. Doch Unmögliches macht Gott möglich! Das ist quasi Gottes Spezialgebiet. Er selbst muss aktiv werden und einen Weg zu dir und mir bahnen! Lies abschließend diese gewaltigen Verse und staune, was Gott „Gutes getan hat“:

Röm 3,22) Es ist die Gerechtigkeit Gottes, die durch den Glauben an Jesus Christus geschenkt wird und allen zugute kommt, die glauben. Dabei macht es keinen Unterschied, ob jemand Jude oder Nichtjude ist, 23) denn alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. 24) Doch werden sie allein durch seine Gnade ohne eigene Leistung gerecht gesprochen, und zwar aufgrund der Erlösung, die durch Jesus Christus geschehen ist.

Ich wünsche dir, dass du die verändernde und umwälzende Kraft dieser guten und befreienden Botschaft erlebst. Dass du erfährst, was es bedeutet, in einer liebevollen Beziehung zu Gott und deinen Mitmenschen zu leben.

Der christliche Rapper Lecrae beschreibt sehr eindrücklich im folgenden Song „Indwelling Sin“ (innewohnende Sünde) den Kampf gegen die Sünde und den Sieg des Evangeliums über die Sünde.

Soli Deo Gloria,
wju

Bildquelle: Joe Cavazos

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