Jul 16, 2015 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Die schwule Frage

Die schwule Frage

Es vergeht inzwischen kein Tag, dass in den Sozialen Netzwerken nicht über die sogenannte Homo-Ehe debattiert wird. Bis vor wenigen Jahren haben noch sämtliche christliche Konfessionen und Denominationen an das biblische Vorbild der Ehe als eine Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau festgehalten. Bis heute lehnen die meisten Christen den Lebensstil der gleichgeschlechtlichen Liebe ab.

Die Akzeptanz (d.h. ein Gutheißen) homosexuellen Lebens wächst in den westlichen Kirchen zunehmend. Immer mehr Evangelikale sind auf der Suche nach Antworten zu diesem sehr schwierigen und komplexen Thema. Es ist erschreckend zu sehen, wie viele oberflächliche Beiträge und schwache Argumente mit frommen Anstrich umherschwirren und die Herde Gottes in Verwirrung bringen. Der Ludwigsburger Theologie-Professor Dr. Siegfried Zimmer veröffentliche in seinem gewohnt eifrigen Vortragsstil kürzlich einen Vortrag zum Thema Die schwule Frage und sorgte damit für viel Aufregung.

Beachte:

Ohne Erkenntnis ist selbst Eifer nicht gut; und wer mit den Füßen hastig ist, tritt fehl. (Spr 19,2)
Denn ich gebe ihnen Zeugnis, dass sie Eifer für Gott haben, aber nicht mit rechter Erkenntnis. (Röm 10,2)

Es geht also darum, dass Eifer mit rechter Erkenntnis gekoppelt ist. Eine sehr schöne Reaktion auf Zimmers Vortrag habe ich auf bekennende-kirche.de entdeckt, wo sehr treffend festgehalten wird:

Nachdem die Aussagen der Bibel ausgehebelt worden sind, [beantworten Theologen] die jeweils aktuellen ethischen Frage durch Anpassung an die augenblicklich geltende Lebenswirklichkeit. Selbstverständlich nennt man das nicht Anpassung, sondern man etikettiert heute dieses Unterfangen mit Begrifflichkeiten wie „Liebe“, „Toleranz“, „Antidiskriminierung“, „Befreiung“ oder Ähnlichem. Das klingt besser. Aber es fällt schon auf, dass Theologen bei dieser Methodik in ihren ethischen Ergebnissen immer dort landen, wo sich die Gesellschaft bereits befindet. Ja, gegenwärtig scheint die Theologie ihre Aufgabe sogar darin zu sehen, Vorhut und Vorkämpferin für die Durchsetzung der von der Gesellschaft angesagten Trends zu sein.

Darüberhinaus hat auch der Bibelbund auf Zimmers Vortrag reagiert: Diffamierung als „bestes“ Argument

Mein Gebet ist, dass mehr Christen, Pastoren und Theologen aufstehen und Mut zur Wahrheit haben. Ich glaube, dass auch diese spezifische Wahrheit die Fähigkeit hat Betroffene nicht zu verdammen, sondern zu befreien, um zum wahren Leben durchzudringen!

Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. (Joh 8,32)

Soli Deo Gloria,
Pastor Waldemar

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