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Sep 21, 2016 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Die Geschichte vom toten Pferd

Die Geschichte vom toten Pferd

Eine Weisheit der Dakota-Indianer lautet: „Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab.“ Doch im Gemeindeleben werden oft andere Strategien angewendet (kommen Ihnen davon welche bekannt vor?):

  • Wir besorgen eine stärkere Peitsche.
  • Wir wechseln die Reiter.
  • Wir sagen: „So haben wir das Pferd schon immer geritten.“
  • Wir gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.
  • Wir besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.
  • Wir erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.
  • Wir bilden eine Task-Force, um das tote Pferd wiederzubeleben.
  • Wir schieben eine Trainingseinheit ein, um besser reiten zu lernen.
  • Wir stellen Vergleiche unterschiedlicher toter Pferde an.
  • Wir verändern die Kriterien, die besagen, wann ein Pferd tot ist.
  • Wir kaufen Leute von außen ein, um das tote Pferd zu reiten.
  • Wir schirren mehrere tote Pferde zusammen an, damit sie schneller werden.
  • Wir erklären: „Kein Pferd kann so tot sein, als dass man es nicht noch schlagen könnte.“
  • Wir machen zusätzliche Mittel locker, um die Leistung des Pferdes zu erhöhen.
  • Wir machen eine Studie, um zu sehen, ob es billigere Berater gibt.
  • Wir kaufen etwas zu, das tote Pferd schneller laufen lässt.
  • Wir erklären, dass unser Pferd „besser, schneller und billiger“ tot ist.
  • Wir bilden einen Qualitätszirkel, um eine Verwendung für tote Pferde zu finden.
  • Wir überarbeiten die Leistungsbedingungen für tote Pferde.
  • Wir richten eine unabhängige Kostenstelle für tote Pferde ein.

– Stefan Vatter
in Finden, fördern, freisetzen. Die Gabe des apostolischen Dienstes

Sep 21, 2016 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Jesus ist total realistisch

Jesus ist total realistisch

Seht nun, dass der Sohn Gottes, als Er sich entschied für die Menschen zu sterben, sie als Gottlose betrachtete, die durch ihre bösen Werke weit entfernt von Gott waren. Während Er mit Seinen Augen auf unsere Rasse schaute, sagte Er nicht: ‚Hier und da sehe ich noble Menschen, die rein, ehrlich, wahrheitssuchend, prachtvoll, selbstlos und gerecht sind; und deswegen, aufgrund dieser erstklassigen Menschen, werde ich für die gefallene Rasse sterben’. Nein, sondern Er, dessen Gericht unfehlbar ist, schaute sie alle an und gab folgendes Urteil: ‚sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer’ (Röm 3:12). Sie mit dieser Einschätzung bewertend, und keiner besseren, starb Christus für sie. Jesus betrachtete uns so, wie wir wirklich waren und nicht wie [wir uns selbst] sehen würden in den Phantasien unseres Stolzes. Er sah, dass wir ohne Gott, Feinde unseres eigenen Schöpfers, tot in Übertretungen und Sünden, schlecht und auf Verderben aus waren. Und selbst in unserem gelegentlichen Schreien nach Gutem hielten wir danach Ausschau mit blindem Urteilsvermögen und voreingenommenem Herzen, so dass wir bitter für süß hielten und süß für bitter. Er sah, dass in uns nichts Gutes war, sondern alles Mögliche an Bösem, so dass wir verloren waren – ganz und gar hilflos und hoffnungslos von Ihm getrennt. Und dennoch starb Er für uns, als Er uns in diesem unbeholfenen und gottlosen Zustand sah.

– C.H. Spurgeon
in Sermon 1191: For whom did Christ die?

Sep 20, 2016 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Es gibt einen Punkt, an dem Menschen anderen nicht mehr zuhören – selbst wenn diese recht hätten

Es gibt einen Punkt, an dem Menschen anderen nicht mehr zuhören – selbst wenn diese recht hätten

Ich bekenne mich freudig und entschieden zum christlichen Glauben reformierter Prägung. Ich finde volle Zustimmung zum Heidelberger und zum Westminster Katechismus. Sie widerspiegeln das, was ich in der ganzen Bibel lese, ohne Abstriche vorzunehmen oder Stellen zurecht zu feilen, um sie in ein System hineinzupressen. In einigen Fragen, die zwar wichtig sind, sich jedoch nicht um die zentrale Botschaft des Evangeliums drehen, kann ich auch andere Argumentationen nachvollziehen (z. B. Gemeinde- und Gottesdienstordnung, Taufe, Geistesgaben, Frauenfrage).

Mit Schmerzen beobachte ich, dass reformiert geprägte Kreise manchmal durch ihre Rechtsgläubigkeit und – leider – auch Arroganz auffallen. Es würde mich nicht wundern, wenn einige nach dem Lesen von Blogbeiträgen diesen Eindruck von mir selbst hatten. Tatsächlich schimmern schon mal Spuren des Ärgers und der Rechthaberei durch. Gott sei Dank für die Brüder, die mich darauf hinweisen, und Dank dem, der meine Verfehlungen getragen hat und trägt!

Jemand hat mir gesagt: „Es gibt einen Punkt, an dem Menschen anderen nicht mehr zuhören – selbst wenn diese recht hätten.“ So ist es. Wer sich über Abgrenzung definiert, muss sich nicht wundern, wenn er sich eines Tages isoliert hat. Francis Schaeffer ist mir in dieser Hinsicht ein grosses Vorbild. Er betonte stets, dass rechte Lehre und liebevolle Beziehungen Zwillinge sind. Ich verweise auf meine Besprechung des kurzen Texts „Das Kennzeichen des Christen“.

– Hanniel Strebel

Hanniel formuliert in seinem Artikel 10 Fragen, die uns dabei helfen können die Wahrheit zu sagen, ohne dabei rechthaberisch und arrogant zu werden.

Mehr lesen: hanniel.ch

Sep 16, 2016 - Impulse    1 Kommentar

Das Feuer der Liebe Gottes

dasfeuerderliebegottes

Zu viel des Guten?

Ich muss gestehen, dass es vor einigen Jahren eine Zeit in meinem Glaubensleben gab, in der ich das Thema der Liebe Gottes stark vernachlässigt habe. Ganz ehrlich, mir hing das Thema zum Halse raus. An jeder Ecke wurde unentwegt von der Liebe geredet. Liebe hier, Liebe dort, Liebe überall. Selbst die Werbung hat keinen Halt davor gemacht und begann diese für mich allmählich nichtssagende Worthülse völlig beliebig zu verwenden: Wir lieben Autos. Wir lieben Lebensmittel. Wir lieben Technik. We love to entertain you. Ich liebe es. Es wird einfach alles und jeder geliebt. Aber mal ehrlich, welchen Stellenwert hat dieses Wort überhaupt? Ich erlebte, dass in Diskussionen die Liebe oder auch die Lieblosigkeit des Gegenübers als Totschlagargument eingesetzt wurde, um ein bestimmtes Verhalten zu rechtfertigen und zu legitimieren – nach dem Motto „die Liebe überdeckt alles“. Ich fragte mich: Wissen wir eigentlich noch wovon wir da überhaupt reden? Ich war mir sicher, Liebe wird (auch in unseren Kirchen und Gemeinden) völlig überbetont!

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Sep 15, 2016 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Ist die Hölle gerecht?

Ist die Hölle gerecht?

Vielleicht eins der schwierigsten Themen überhaupt.

Ist das Strafmaß, das Gott Seelen in der Hölle auferlegt, gerecht? Ist es gerechtfertigt, an einem endlichen Wesen ein ewiges Urteil zu vollziehen?

Das Strafmaß an uns darf nicht beschränkt werden, nur weil wir endliche Wesen sind. Wenn ein Mensch beispielsweise einen Mord begeht, dann wird das Urteil nicht abhängig davon gemacht, wie lange er für seine Tat gebraucht hat oder wie vergänglich er ist, sondern abhängig von der Würde, die er geschädigt hat. Der Geschädigte ist in letzter Konsequenz Gott. Seine Würde bestimmt das Maß des Urteils. Und weil er unbegrenzt herrlich ist, kann es kein begrenztes Urteil geben. Das entspräche nicht der Gerechtigkeit. Die Hölle muss der ewige Tod sein, weil Gott das ewige Leben ist. Und da jeder von uns den Wert Gottes mit seinem Leben missachtet, ist jeder von uns es schuldig, den Wert Gottes in seiner ganzen Fülle zu erstatten (Römer 3, 23). Das Himmelreich leidet Gewalt, sagt Jesus Christus (Matthäus 11,12), da Gott seine Absichten und seine Herrlichkeit in seinem Wort und in der Schöpfung offenbart, die Menschen aber Gottes Absichten nicht erkennen möchten und die Schöpfung nach ihren eigenen Vorstellungen missbrauchen.

– Andreas Kuhlmann

Zum Artikel: Was ist die Hölle?

Sep 12, 2016 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Pluralismus ohne Einheit

Pluralismus ohne Einheit

Heute vor 15 Jahren war ein Ereignis, das vielen Menschen meiner Generation ein ganzes Weltbild zum Einsturz gebracht hat. Ich bin mit dem Denken aufgewachsen, dass Schönheit nichts mit Einheit, sondern mit Vielfalt ohne Einheit zu tun hat. Pluralismus ohne Einheit. Wenn nur alle genug tolerant sind, dann wird das klappen, dann braucht man keine gemeinsame Grundlage.
Die Sprache, so haben wir gedacht, dient nur dazu, um Macht zu bekommen und zu behalten, deshalb muss sie mit neuen Inhalten gefüllt werden, die alle friedlich macht. Und dann kam der 11. September und hat das ganze Denken zum Einsturz gebracht. Wir jungen Postmodernisten mussten uns auf die Suche machen, was Wahrheit wirklich ist. Viele meiner Generation haben auf ihre Fragen keine Antworten bekommen. In dieser Zeit war dieses Denken gerade in vielen Gemeinden und Kirchen angekommen. Man wurde vertröstet, dass es keine allgemeinen Antworten auf diese Frage gibt. Wahrheit sei relativ.
Heute sind wir 15 Jahre später und können zurückschauen. Wir sehen eine Generation von Menschen, die enttäuscht sind und sich aus den Gemeinden und dem öffentlichen Leben zurückgezogen haben. Diejenigen, welche bereit waren, Antworten zu geben, waren Atheisten. Sie hatten die Antwort bereit, dass ohne allen Glauben alles viel besser wäre. Wir sehen seit ein paar Jahren, wie sich dieser Gedanke immer weiter ausbreitet, gerade auch angesichts all der terroristischen Anschläge, die es auch in unserer Nähe immer mehr gibt. Das macht vielen Menschen Angst. Als Christen haben wir Gott sei Dank eine bessere Antwort bereit.

– Jonas Erne

Sep 10, 2016 - Impulse    1 Kommentar

Jeder hat eine Christologie

Wer  sich  Christ  nennt,  bekennt  damit,  dass er Christus als sein Jünger nachfolgt. Er hat eine Christologie – eine Lehre  von  Christus  –, die  seine Auffassung  von Christus  widerspiegelt.  Diese Christologie  kann  stillschweigend  oder  deutlich  zum  Ausdruck  gebracht werden. Sie kann die Tiefe der biblischen Offenbarung und die historische Reflektion  der  Christen  über  die  Schrift  widerspiegeln  oder  sie  kann  ausgedacht  und  vom  Wort  abgekoppelt  sein.  Doch  bei  keinem  bekennenden Christen  fehlt  eine  Christologie.  Da  für  das  Christentum  die  Nachfolge Christi  von  zentraler  Bedeutung  ist,  hat  die  Kirche  jahrhundertelang  darum gerungen, den Christus der Geschichte und der Schrift zu verkündigen, nicht  den  Christus  unserer  Fantasie. […] Die Ligonier-Erklärung  versucht  zur  Ehre  Christi  und  zur  Erbauung  der  Seinen  die  historische,  altkirchliche,  biblische  Christologie  der  Gemeinde  in einer  Form  zusammenzufassen,  die  man  einfach  bekennen  kann  und  die hilft, den beständigen Glauben der Kirche zu lehren und die als allgemeines Bekenntnis dienen kann, um das sich die Gläubigen aus verschiedenen Kirchen für die gemeinsame Mission scharen können.

— R.C. Sproul

Die kürzlich veröffentlichte Bekenntnisschrift kann dir dabei helfen herauszufinden, inwiefern deine Sicht auf Jesus von Fantasien geprägt oder wirklich biblisch haltbar ist. Es lohnt sich.

Zur Ligonier-Erklärung zur Christologie

Sep 9, 2016 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Die geistgewirkte Initiative

Die geistgewirkte Initiative

Oswald ChambersEs ist nicht jede Initiative geistgewirkt. Es mag dir jemand sagen: „Raffe dich auf, packe dein Widerstreben bei der Gurgel, wirf es über Bord und nimm die Sache in Angriff!“ Dies ist die gewöhnliche menschliche Initiative. Wenn aber der Geist Gottes hinzukommt und in der Tat sagt: „Mache dich auf“, dann merken wir, dass diese Initiative eine Eingebung ist. Wir alle haben, wenn wir sehr jung sind, unzählige Zukunftsbilder und Ideale; doch sehen wir früher oder später, dass wir nicht die Macht haben, sie zu verwirklichen. Wir können die Dinge nicht vollbringen, nach denen wir uns sehnten, und sind geneigt mit unseren Träumen und Idealen abzuschließen, als ob wir tot wären. Und dann muss Gott kommen und sagen: „Stehe auf von den Toten!“ Wenn diese Eingebung von Gott kommt, dann kommt sie mit einer so wundertätigen Macht, dass sie uns befähigt, von den Toten aufzustehen und das Unmögliche zu vollbringen. Es ist bezeichnend für die geistgewirkte Initiative, dass wir durch sie erst dann Leben erhalten, wenn wir uns aufgerafft haben. Gott gibt uns kein überwindendes Leben, indem wir überwinden. Wenn Gottes Eingebung kommt und Er uns sagt: „Stehe auf von den Toten“, dann müssen wir aufstehen; Gott stellt uns nicht auf. Der Herr sprach zu dem Manne mit der verdorrten Hand: „Strecke deine Hand aus“ (Matth 12,13), und sobald der Mann dies tat, war seine Hand geheilt; doch musste er selbst die initiative ergreifen. Sobald wir uns aufraffen, werden wir sehen, dass wir von Gott inspiriert werden; denn dann gibt Er uns augenblicklich Leben.

— Oswald Chambers
aus „Mein Äußerstes für Sein Höchstes“, S. 47

Sep 8, 2016 - Impulse    1 Kommentar

Predigtreihe: Jona

Jona

2015 predigte ich über mehrere Wochen in meiner Gemeinde über das Buch Jona.

Predigten im Überblick

  1. Rebellion begegnet Liebe
    Jona 1,1-2
  2. Rebell auf der Flucht
    Jona 1,3
  3. Gott lässt nicht locker
    Jona 1,4-6
  4. Bis an die Grenzen des Erträglichen
    Jona 1,7-16
  5. Ein Wunder-volles Gebet
    Jona 2
  6. Wie viel Ninive steckt in dir
    Jona 2
  7. Gottes unwiderrufliche Treue
    Jona 3,1
  8. Jonas unwiderruflicher Auftrag
    Jona 3,2-3
  9. Eine göttliche Sinnesänderung
    Jona 3,3-10
  10. Gott, ich verachte dich!
    Jona 4,1-2
  11. Der Geist der Rebellion
    Jona 4,2-4
  12. In der Seelsorge Gottes
    Jona 4,5-11
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