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Jul 23, 2015 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Biblische Theologie in der Praxis

Biblische Theologie in der Praxis

Biblische Theologie, ein so großer Fachbegriff kann ganz schnell alles- und auch nichtssagend werden. Darum hier noch knackige Zitate zum Thema Biblische Theologie.

Die biblische Theologie schenkt den Lehren einzelner Autoren und Abschnitte der Heiligen Schrift und dem Platz und den Stellenwert jeder Lehre in der historischen Entwicklung der Bibel besondere Aufmerksamkeit. Bei ihr könnte man also fragen: „Welche historische Entwicklung hat die Lehre über das Gebet, so wie sie im Verlauf der Geschichte des Alten Testaments und dann des Neuen Testaments zu sehen ist, genommen?“

[…]

die biblische Theologie verfolgt die historische Entwicklung einer Lehre und geht der Frage nach, wie der eigene Ort an irgendeinem Punkt in jener historischen Entwicklung das Verständnis und die Anwendung jener speziellen Lehre beeinflusst. Die biblische Theologie konzentriert sich auch auf das Verständnis jeder Lehre, das die biblischen Autoren und ihre ursprünglichen Zuhörer oder Lehrer besaßen.

– Prof. Wayne Grudem, in Biblische Dogmatik

Pastor Thabiti M. Anyabwile sieht die Biblische Theologie als ein wesentliches Merkmal gesunden Christseins.

The biblical theologian is a person committed to understanding the history of revelation, the grand themes and doctrines of the Bible, and how they fit together. In other words, healthy church members give themselves to understanding the unity and progression of the Bible as a whole–not just isolated or favorite passages. They approach the Bible knowing that they are reading one awesome story of God redeeming for himself a people for his own glory. And in that story, they see that God is a creating God, a holy God, a faithful God, a loving God, and a sovereign God as he makes and keeps his promises to his people, beginning with Adam and Eve and progressing to the final consummation of all things.

Thabiti M. Anyabwile, in What Is a Healthy Church Member?

Soli Deo Gloria,
Pastor Waldemar

Jul 18, 2015 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Herausforderungen der theologischen Ausbildung

Herausforderungen der theologischen Ausbildung

Inzwischen habe ich seit nunmehr zwei Jahren das Theologiestudium hinter mir. In meiner Studienzeit habe ich in Berlin und Umgebung tolle Freunde gefunden, eine Kirchengemeinde lieben gelernt und die ersten (übrigens herrlichen) Ehe-Jahre verbracht. Ich habe viele gute Erinnerungen an diese Zeit. Bezogen auf mein Theologiestudium trauere ich diesen Tagen jedoch keineswegs hinterher. Von einer hinreichenden Ausbildung und Zurüstung zum geistlichen Dienst kann m.E. keine Rede sein. Ich bin dankbar, dass Gott mir Zeiten des intensiven Selbststudiums schenkte und eine Gemeinde, in der ich vorbereitend sowohl lernen als auch lehren durfte.

Auf TheoBlog.de bin ich passend zum Thema Ausbildung von Theologen und Pastoren auf einen interessanten Artikel von John Frame gestoßen. Mir haben seine Situationsanalyse und die biblischen Grundsätze besonders gefallen. Seinen abschließenden Änderungsvorschlag kann ich vom Wesen her zwar nachempfinden, erachte die Ideen für den deutschen Kontext für nur sehr schwierig umzusetzen. Im Folgenden einige Zitate, die mir besonders zusagten.

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Jul 17, 2015 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Was geschieht mit Menschen, die nie das Evangelium gehört haben?

Was geschieht mit Menschen, die nie das Evangelium gehört haben?

Erde

Die Frage, was mit Menschen in der Ewigkeit geschieht, die nie das Evangelium von Jesus Christus gehört haben, ist eine kniffelige Frage. Unser (Un-)Gerechtigkeitssinn schaltet sich ein und plötzlich überkommen uns eine große Anzahl an Fragen. Die Herold Schriftenmission betreibt einen Blog und übersetzte einen Artikel vom bekannten Bibellehrer R.C. Sproul zu genau dieser Frage.

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Jul 16, 2015 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Die schwule Frage

Die schwule Frage

Es vergeht inzwischen kein Tag, dass in den Sozialen Netzwerken nicht über die sogenannte Homo-Ehe debattiert wird. Bis vor wenigen Jahren haben noch sämtliche christliche Konfessionen und Denominationen an das biblische Vorbild der Ehe als eine Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau festgehalten. Bis heute lehnen die meisten Christen den Lebensstil der gleichgeschlechtlichen Liebe ab.

Die Akzeptanz (d.h. ein Gutheißen) homosexuellen Lebens wächst in den westlichen Kirchen zunehmend. Immer mehr Evangelikale sind auf der Suche nach Antworten zu diesem sehr schwierigen und komplexen Thema. Es ist erschreckend zu sehen, wie viele oberflächliche Beiträge und schwache Argumente mit frommen Anstrich umherschwirren und die Herde Gottes in Verwirrung bringen. Der Ludwigsburger Theologie-Professor Dr. Siegfried Zimmer veröffentliche in seinem gewohnt eifrigen Vortragsstil kürzlich einen Vortrag zum Thema Die schwule Frage und sorgte damit für viel Aufregung.

Beachte:

Ohne Erkenntnis ist selbst Eifer nicht gut; und wer mit den Füßen hastig ist, tritt fehl. (Spr 19,2)
Denn ich gebe ihnen Zeugnis, dass sie Eifer für Gott haben, aber nicht mit rechter Erkenntnis. (Röm 10,2)

Es geht also darum, dass Eifer mit rechter Erkenntnis gekoppelt ist. Eine sehr schöne Reaktion auf Zimmers Vortrag habe ich auf bekennende-kirche.de entdeckt, wo sehr treffend festgehalten wird:

Nachdem die Aussagen der Bibel ausgehebelt worden sind, [beantworten Theologen] die jeweils aktuellen ethischen Frage durch Anpassung an die augenblicklich geltende Lebenswirklichkeit. Selbstverständlich nennt man das nicht Anpassung, sondern man etikettiert heute dieses Unterfangen mit Begrifflichkeiten wie „Liebe“, „Toleranz“, „Antidiskriminierung“, „Befreiung“ oder Ähnlichem. Das klingt besser. Aber es fällt schon auf, dass Theologen bei dieser Methodik in ihren ethischen Ergebnissen immer dort landen, wo sich die Gesellschaft bereits befindet. Ja, gegenwärtig scheint die Theologie ihre Aufgabe sogar darin zu sehen, Vorhut und Vorkämpferin für die Durchsetzung der von der Gesellschaft angesagten Trends zu sein.

Darüberhinaus hat auch der Bibelbund auf Zimmers Vortrag reagiert: Diffamierung als „bestes“ Argument

Mein Gebet ist, dass mehr Christen, Pastoren und Theologen aufstehen und Mut zur Wahrheit haben. Ich glaube, dass auch diese spezifische Wahrheit die Fähigkeit hat Betroffene nicht zu verdammen, sondern zu befreien, um zum wahren Leben durchzudringen!

Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. (Joh 8,32)

Soli Deo Gloria,
Pastor Waldemar

Jul 16, 2015 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Tauft sie!

Tauft sie!

Letzte Worte sind oft wertvolle Worte. Besonders dann, wenn es sich um Worte einer wertvollen Person handelt.

Jesus Christus hat auch solche letzten Worte gesprochen. Sie beschäftigen seit jeher maßgeblich die Christenheit. Kein Wunder, geht es doch um nichts weniger als den hauptsächlichen Auftrag der Kirche bzw. Gemeinde Jesu. Der Evangelist Matthäus gibt die Worte Jesu wie folgt wieder:

Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu bewahren8, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters. (Mt 28,19-20)

Die Innenseite der Jüngerschaft

Jesus wünscht sich weltweit Menschen, die zu Jüngern werden. Was Jünger-Sein konkret bedeutet, kann man an verschiedenen Stellen des Matthäus-Evangeliums erkennen. Da heißt es bspw. aus dem Munde Jesu:

Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden. (Mt 16,25)

Die Botschaft ist so einfach wie schwer. Jünger Jesu zu sein bedeutet sein altes Leben hinter sich zu lassen. Ein Leben, dass Gott nicht kennt und dadurch in unendlich viele Schieflagen geraten ist. Jünger wenden ihrer Schuld und Sünde den Rücken zu. Wenn wir Menschen zu Jüngern machen, dann rufen wir sie nicht nur dazu auf, dass sie kommen und ihr altes Ich mit allen selbstzerstörenden Eigenschaften aufgeben. Wir rufen außerdem dazu auf ein neues Leben zu beginnen, dass dem von Jesus gleich kommt. Weil Jesus Christus sein ganzes Leben mit ganzem Herzen, ganzer Seele und aller Kraft für seine Jünger geopfert hat, sind seine Jünger aufgefordert mit ganzem Herzen, ganzer Seele und aller Kraft Jesu Leben nachzuleben!

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Mrz 13, 2015 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Schränkt Gott seine Kontrolle zugunsten des freien menschlichen Willens ein?

Schränkt Gott seine Kontrolle zugunsten des freien menschlichen Willens ein?

Hanniel Strebel schreibt:

Nichts ist wichtiger, speziell bei dieser Stelle in der Geschichte der Theologie, als das Volk Gottes zu überzeugen, dass die Schrift Gottes unwiderstehliche, universelle Kontrolle über die Welt lehrt, und das an allen Ecken und Enden! Was er spricht, kommt zustande (Kgl 3,37f). Die Zuversicht, dass Gott alle Dinge führt, endet im großen Lied: Nichts kann uns von ihm trennen (Röm 8,38f). Alles Geschehen zielt auf die Verwirklichung seines Ratschlusses (Eph 1,11).

Ein wirklich spannender Aufsatz, der das paradoxe Verhältnis zwischen Gottes Souveränität und dem menschlichen Willen unter die Lupe nimmt.

Hier geht es zum kompletten Artikel von Hanniel: evangelium21.net

Jan 28, 2015 - Impulse    13 Kommentare

Bedingungslos vergeben?

GlühbirneAn dieser Stelle möchte ich anstatt eines Impulses meinerseits eine Frage stellen und zur Diskussion anregen.

Wie versteht ihr folgende Aussage Jesu:

Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht, und wenn er es bereut, so vergib ihm!
(Lukas 17,3)

Glaubt ihr, dass wir unseren Schuldigern bedingungslos und auch vorauseilend vergeben sollten – so wie auch Christus uns geliebt hat, als wir noch seine Feinde waren (Römer 5,10)? Oder gilt es erst dann die Vergebung auszusprechen, wenn mein Gegenüber sein falsches Verhalten bereut?

Ich bin sehr auf eure Gedanken gespannt.

Jan 23, 2015 - Impulse, Multimedia    Kommentare deaktiviert für Furchtlos beten

Furchtlos beten

Gebet

Wenn du jemanden demütigen möchtest, dann frage ihn über sein Gebetsleben. (Alexander Whyte)

Gebet ist etwas sehr spannendes. Es ist ein Themengebiet, dass schier unerschöpflich zu sein scheint. Es lohnt sich immer wieder aufs Neue, sich mit damit auseinanderzusetzen.

In der letzten Predigt haben wir von Abrahams Gebet lernen können, was es bedeutet furchtlos zu beten! Folgende Aspekte haben uns hierbei besonders beschäftigt:

  1. Der Ausgangspunkt: Gott (!) bleibt stehen
  2. Bete mit (De)Mut
  3. Bete prophetisch: erkenne Gottes Herz
  4. Bete priesterlich: erkenne deine Bedürftigkeit
  5. Bete leidenschaftlich

Viel Freude beim Reinhören!

Soli Deo Gloria,
Pastor Waldemar

Bildquelle: Joel Joseph

Jan 23, 2015 - Impulse, Multimedia    Kommentare deaktiviert für Predigt zur Jahreslosung 2015

Predigt zur Jahreslosung 2015

Röm 15,7) Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.

Das ist die Jahreslosung für das Jahr 2015. Sicherlich haben bereits viele zu diesen Worten schon so manche Predigt gehört. Auch in meiner Gemeinde haben wir uns mit diesem herausfordernden Thema beschäftigt.

Doch wie soll diese Annahme aus Gottes Sicht geschehen? Wer den obigen Vers im Zusammenhang liest, wird dem auf die Schlichte kommen. Es geht um eine Annahme mit Ausharren und Ermunterung. Was das konkret bedeutet, kannst du hier erfahren:

Soli Deo Gloria,
Pastor Waldemar

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