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Sep 9, 2017 - Impulse    2 Kommentare

Sei Teil der Gemeinde!

„Bist du so in das Leben eines Leibes von Gläubigen eingebaut, dass, wenn du aufhörst zu kommen, Dinge zusammenbrechen würden? Bist du auf solch eine Weise bereits mit Gläubigen verbunden? Voneinander abhängig zu sein bedeutet, dass Entscheidungen gemeinsam getroffen werden, persönliche Kämpfe gekämpft werden, Emotionen, Geld, Häuser, praktische Hilfe geteilt werden. Du teilst einfach alles. Petrus sagt hier, „in dem Maße, in dem du in eine ineinandergreifende wechselseitige Abhängigkeit eingebaut wurdest, […] kommt die Kraft des Heiligen Geistes und die Wirklichkeit Gottes zunehmend in dein Leben.“ […] Du kannst nicht erwarten, dass Gott in deinem Leben arbeitet, wenn du nicht in einen bestimmten Leib von Gläubigen eingebaut bist.“

– Timothy Keller

Aug 24, 2017 - Impulse    2 Kommentare

Wirklich Christ?

Wie erkennt man, ob jemand ein echter Christ ist? An den Früchten! An ihren Früchten, mein lieber Freund. Schau dir dein Leben an. Schau dir an, wie du wandelst. Schau dir an, wie du redest. Schau dir an, wofür dein Herz brennt. Ist Jesus dort irgendwo? Oder ist er nur eine Dekoration, die du zu deinem Leben dazutust? Ist er nur irgendetwas, womit du dich … sonntags beschäftigst? Ist er etwas, was du gerade mal als eines von vielen Elementen deines Lebens akzeptierst? Ist er bloße Dekoration, oder ist er der wirkliche Mittelpunkt deines Lebens?

– Paul Washer

Aug 24, 2017 - Impulse    1 Kommentar

Die Taufe ist …

Johannes Traichel veröffentlicht auf seinem Blog eine tolle Übersicht zum Thema Taufe im Neuen Testament. In fünf Punkten beschreibt er, was die Taufe ist und was sie auch nicht ist.

  1. Die christliche Taufe steht in Verbindung mit der Johannestaufe. So rief Johannes zur Umkehr auf und die ihre Sünden bekannten wurden im Jordan getauft (Mk 1, 5).
  2. Die Taufe ist als eine Immersionstaufe, also durch ein Untertauchen, durchzuführen. Eine Aspersionstaufe, also ein taufen mittels Besprengens, ist auch anzuerkennen, wenn auch nicht als die ursprüngliche Form der Taufe. Eine erneute Taufe ist in diesem Fall nicht notwendig.
  3. Die Taufe und der Glauben sind in ihrer Art und Wirkung zu unterscheiden und zu trennen. Dennoch gehören Glauben und Taufe untrennbar zusammen. So ist allein der Glauben für das Heil des Menschen notwendig (Röm 3, 21ff). Doch verlangt der Glauben nach der, ihm folgenden Taufe. Die Taufe wiederrum ist ohne den Glauben des Menschen nicht möglich.
  4. Der Zeitpunkt der Taufe ist nach der Bekehrung anzusetzen und ist dennoch nicht von diesem Prozess/Ereignis zu trennen.
  5. Da der Glaubende nach seiner Bekehrung getauft wurde, bestand die erste Gemeinde nur aus getauften Christen (Apg 2,41 u.a.). Wie bereits erwähnt, ist es der Bibel fremd, wenn ein Glaubender nicht getauft wird. Eine Gemeindezugehörigkeit von Ungetauften scheint, dem biblischen Schriftbefund entsprechend, nicht vorgesehen zu sein. Somit kann hieraus geschlossen werden, dass eine Mitgliedschaft ungetaufter Gläubiger in heutigen Gemeinden, nicht mit der Praxis der ersten christlichen Gemeinden übereistimmt. Die Frage nach einer Gemeindemitgliedschaft von Ungetauften, hängt des Weiteren mit der Frage ihrer Einfügung in den Leib Christi zusammen. Wird der Gläubige durch die Taufe in den Leib Christi eingefügt, oder geschieht dies durch seine Wiedergeburt? Die paulinische Aussage in 1 Korinther 12, 12 (καὶ γὰρ ἐν ἑνὶ πνεύματι ἡμεῖς πάντες εἰς ἓν σῶμα ἐβαπτίσθημεν) ist hierfür entscheidend. Ich deute diese Stelle als eine Taufe in dem Heiligen Geist (nicht als ein zweites Erlebnis!), indem Christen bei ihrer Geburt aus Wasser und Geist, dem Leib Christi hinzugefügt werden (vgl. auch Apg 1,5).[11] Somit geschieht die Einfügung in den Leib Christi zwar nicht durch die Taufe mit Wasser, wohl aber wird sie in ihr sichtbar. Eine Mitgliedschaft eines (dauerhaft) ungetauften ist, aus oben genannten Gründen, dennoch nicht vorstellbar.

Diese Punkte werden auf seinem Blog noch mit spannenden Unterpunkten ergänzt.
Unbedingt weiterlesen: Thesen zur Taufe

Aug 9, 2017 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Predigtreihe: Markus

Predigtreihe: Markus

Aktuell predige ich durch das Evangelium von Markus.

Predigten im Überblick

  1. Der unerwartete König
    Markus 1,1-15
  2. Die unerwartete Veränderung
    Markus 1,15-34
  3. Die unerwartete Wiederherstellung
    Markus 1,35-2,17
  4. Die unerwartete Religion
    Markus 2,18-3,6
  5. Die unerwartete Familie
    Markus 3,7-35
  6. Die unerwartete Lehre
    Markus 4,1-25
  7. Das unerwartete Königreich
    Markus 4,26-34
  8. Die unerwartete Kraft
    Markus 4,35-5,20
Aug 9, 2017 - Impulse    1 Kommentar

Widersprüchlich

Ich bin ein Haufen voller Widersprüche, ich will es nicht sein, aber es ist wahr.

Ich predige ein Evangelium des Friedens, aber mein Leben ist nicht immer vom Frieden bestimmt.

Ich rede über einen Jesus, der allein die Seele vollkommen befriedigen kann,
dennoch bin ich oft nicht zufrieden.

Ich feiere eine Theologie der Gnade, aber ich reagiere oft ungnädig.

Warum versuche ich die Zügel in der Hand zu halten,
wenn ich doch in Gottes Hand ausruhen könnte?

Sogar in den Momenten, in denen ich denke, gewappnet und vorbereitet zu sein,
mach ich letztendlich doch das, was ich nicht tun wollte.

Ärger, Ungeduld, Neid, Unzufriedenheit, übles Gerede, Zorn, Selbstsucht

sind nicht die Frucht des neuen Lebens,
sind nicht der Weg der Gnade.

Es gibt da dieses Gesetz, das in mir arbeitet.

Selbst wenn ich mit dem Wunsch nach Gutem losziehe, folgt mir das Böse auf Schritt und Tritt.

Es ist dieser Krieg, der in mir wütet,
zwischen dem Verlangen nach dem Guten und der Sünde, die alles andere ist als gut.

Es gibt Zeiten, in denen ich mich wie ein Gefangener fühle,
der gegen seinen Willen festgehalten wird.

Ich habe nicht vorgehabt, im Supermarkt wütend zu werden,
aber dieser Kerl hat mich verrückt gemacht.

Ich habe nicht geplant, unzufrieden zu sein,
aber diese Begegnung war einfach nur unerträglich.

Diese Diskussion sollte nicht zu einem Streit ausarten, aber es geschah wieder einmal.

Ich bin dankbar für Gottes Gnade,
aber es gibt täglich Beweise dafür, dass ich immer noch Hilfe brauche.

Dieser Kampf in mir kann nicht gelöst werden durch
Strategien, Prinzipien, Techniken, Pläne, Vorbereitungen, nützliche Hinweise.

Der Krieg, den ich nicht gewinnen kann, demütigt mich.

Das Verlangen, das ich nicht überwinden kann, betrübt mich.

Ich habe Dinge getan, die ich nicht entschuldigen kann.

Doch nun bin ich gekommen, um das zu bekennen, was ich wirklich brauche: Rettung.

So, erbarme dich über mir, o Gott.
Nach deiner unerschütterlichen Liebe.
Nach deinem großen Mitgefühl.
Lösche meine Übertretungen aus.
Waschen alle meine Schuld weg.
Und reinige mich von meiner Sünde.
Denn ich kenne meine Übertretungen
und meine Sünde ist immer vor mir.

Ich ergreife die Rettung, die nur in dir gefunden werden kann.
Dank sei Gott – durch Jesus Christus, unseren Herrn!

Eine übersetzte und leicht abgewandelte Andacht von Paul Tripp.
Zum Original: „Psalm 51: Romans 7“

Aug 3, 2017 - Impulse    1 Kommentar

Wenn Gott froh ist

In dem Schmerz meines Sündenbekenntnisses fällt es schwer,
sich an die flüchtigen Freuden meiner Sünde zu erinnern.

Meine Schande verbirgt dein Gesicht.
Meine Angst übertönt deine Stimme.

Die nie endenden Bilder von dem, was ich getan habe, verfolgen meine Seele,
meine Gedanken beherrschen mein Herz.

Ich möchte rückgängig machen,
was ich getan habe.

Ich möchte die Zeit zurückdrehen,
damit meine Gedanken rein
und meine Hände sauber wären.

Aber –
Begierde wurde geboren und die Tat war getan.

Ich kann nicht rückgängig machen,
was dunkles Vergnügen geschafft hat.

Also komme ich zu dir,
so wie ich bin.

Ich beuge mich vor dir –
beschämt und unrein.

Das suchende Licht deiner Gerechtigkeit ruft Furcht in meinem Herzen hervor
und offenbart mehr Flecken als ich je gedacht habe.

Ich beuge mich vor dir,
weil ich nirgendwo anders hingehen kann.
Ich bekenne,
weil ich keine andere Hoffnung habe.

Es gibt keinen Ort zum Entkommen.
Es gibt keinen Platz zum Verstecken.

Ich kann nicht weglaufen vor dem, was ich getan habe.
Alleine kann ich meine Flecken nicht tilgen.

Darum frage ich in meiner Trauer wie David nach dieser einen Sache:
„Herr, lass mich Fröhlichkeit und Freude hören!“

Herr, ich sehne mich wie Zefanja danach
erneut dein Jubeln und Dein Jauchzen zu hören.
Ich will hören, Herr, wie DU dich freust und fröhlich bist.

Denn wenn meine Ohren von deinem Lied beglückt und von deiner Freude gesegnet sind,
dann kann ich sicher sein, dass mir das Wunder der Wunder gilt, was nur die Liebe geben kann:

Vergebung.

Eine übersetzte und leicht abgewandelte Andacht von Paul Tripp.
Zum Original: „Psalm 51: When God is Glad“

Aug 2, 2017 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Bist du nicht froh?

Bist du nicht froh?

Bist du nicht froh, nicht wie David zu sein,
wie konnte er nur so abtrünnig werden?

Bist du nicht froh, nicht wie Kain zu sein,
der hasserfüllt seinen Bruder niederstreckte?

Bist du nicht froh, nicht wie Rebekka zu sein,
derart voller List und Betrug?

Bist du nicht froh, nicht wie die Israeliten zu sein,
die so schnell von Götzen verführt wurden?

Bist du nicht froh, nicht wie Elia zu sein,
wie konnte er bloß Gott vergessen und depressiv werden?

Bist du nicht froh, nicht wie Nebukadnezar zu sein,
wie konnte er bloß so machtbesessen sein?

Bist du nicht froh, nicht wie Simson zu sein,
wie konnte er nur so einfach zu Fall gebracht werden?

Bist du nicht froh, nicht wie Jona zu sein,
wie konnte er so sehr vor dem Worte Gottes fliehen?

Bist du nicht froh, nicht wie die Pharisäer zu sein,
so religiös perfekt, doch geistlich falsch?

Bist du nicht froh, nicht wie Judas zu sein,
der den Messias für ein paar Silberstücke verkaufte?

Doch warte.
Du bist wie sie, genauso wie auch ich.
Wir können es einfach nicht leugnen.

Diese Geschichten sind ein Spiegel, indem wir uns selbst sehen.
Auch wir sind listig und einfach zu täuschen.
Auch wir sind hasserfüllt und von Macht besessen.
Auch wir neigen zur Religiosität, während wir vor Gott wegrennen.
Auch wir vergessen Gott und werden von unseren Götzen verführt.

In Trauer müssen wir sagen, wir stehen an der Seite von
David, Saul, Rebekka, Jona, Elia und dem Rest.

Diese Geschichten sind für uns, um in ihnen unsere Geschichte zu entdecken,
damit es für uns unmöglich wird
uns auf unsere Selbstgerechtigkeit zu berufen.

Sondern stattdessen
in Seine ausgetreckten Arme des Erbarmens zu laufen,
sich an Seine unerschöpflichen Liebe zu klammern,
und letztlich in seiner Barmherzigkeit Ruhe zu finden.

Bist du nicht froh
aus der Finsternis des Selbstbetrugs auszusteigen und zuzugeben, wer du wirklich bist?

Ich habe keine Gerechtigkeit in mir.
Christus, der die Sünde nicht kannte wurde für mich zur Sünde gemacht,
damit ich Gottes Gerechtigkeit würde in ihm.

Eine übersetzte und leicht abgewandelte Andacht von Paul Tripp.
Zum Original: „Psalm 51: Aren’t You Glad You’re Not Like David?“

Aug 1, 2017 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Bist du drinnen oder draußen?

Bist du drinnen oder draußen?

Jesus wird als ein Meister der Gleichnisse bezeichnet. Immer wieder sprach er in Gleichnissen zu den Menschen, um geistliche Prinzipien und himmlische Wahrheiten anhand alltäglicher Bilder zu vermitteln. Im vierten Kapitel des Markusevangeliums spricht Jesus von vier unterschiedlichen Ackerböden, welche auf ganz unterschiedliche Weise auf ausgestreute Saat reagieren. Beeindruckend vergleicht Jesus, dass zwar viele mit dem Saatgut des Wortes Gottes konfrontiert werden, aber nur wenige auf die Worte Gottes so reagieren, dass vielversprechende und bleibende Frucht entsteht. Damit offenbart Jesus den Zustand unserer Herzen und erklärt: „Ohne meine lebensspenden Worte wird dein Leben vertrocknen, verdorren, ersticken, fruchtlos und am Ende ohne Wert bleiben.“

Markus berichtet eindeutig, dass diese gleichnishafte Rede nicht von allen verstanden wurde:

„Und als er allein war, fragten ihn die, die um ihn waren, samt den Zwölfen nach den Gleichnissen. Und er sprach zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes gegeben, jenen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen zuteil“ (Mk 4,10-11).

Jesus spricht wiederholend von Personen, die drinnen oder draußen sind. Diejenigen die „drinnen“ sind, gehören wirklich zu Jesus. Doch wer sich „draußen“ befindet, lebt noch nicht in der vielversprechenden Beziehung zu Jesus Christus. Bin ich drinnen oder draußen? Bin ich wirklich mit Jesus im Glauben verbunden? Für einen Augenblick könnte man nämlich den Eindruck gewinnen, dass nur diejenigen zu diesem faszinierenden Jesus gehören, die immer alles verstehen und alle geheimnisvollen Vergleiche auf Anhieb kapieren.

Aber Markus macht uns Mut: Bereits in Kapitel 3 bezeichnete Jesus diejenigen, die „um ihn im Kreis sitzen“, als solche, die Gottes Willen tun! Und wie werden Jesu Freunde und Nachfolger in unserer Passage bezeichnet? Es heißt sie „waren um ihn“. Nicht die theologischen Cracks gehören zu Jesus. Sondern diejenigen, die sich um Jesus versammeln und Gemeinschaft mit ihm pflegen. Es sind die unter uns, die Jesus auch in der Einsamkeit aufsuchen und sich trauen ihren Lehrer und Meister mit ihren Fragen zu bestürmen. Bist du drinnen oder draußen?

Jul 26, 2017 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Familie über alles?

Familie über alles?

Eines Tages machte sich die Familie Jesu auf den Weg und reiste Jesus 50 Kilometer hinterher. Aber nicht, um ihn in seinem Predigen und Wirken zu unterstützen. Ganz im Gegenteil. Sie waren davon überzeugt, dass er „von Sinnen“ sei, sodass sie versuchen wollten, Jesus von seinem wichtigen Dienst abzuhalten. Als Jesus zu Ohren kam, dass sowohl seine Mutter als auch seine Geschwister ihn suchen entgegnete er:

„Wer sind meine Mutter und meine Brüder? Und er blickte umher auf die um ihn im Kreise Sitzenden und spricht: Siehe, meine Mutter und meine Brüder! Wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.“ (Mk 3,33-35)

Diese Antwort von Jesus war zu damaligen Zeiten eine ganz schön harte Nummer. Die Familie galt in der jüdischen Gesellschaft als unantastbar wertvoll. Und das aus gutem Grund! Denn Gott hat nicht nur in den Zehn Geboten den Stellenwert der Familie gestärkt und herausgestellt. Auch das Neue Testament geht wie selbstverständlich davon aus, dass Kinder ihre Eltern respektieren und Glaubensvorbilder sich fürsorglich und liebevoll um ihre Familien kümmern. Jesus hatte ganz sicher nicht im Sinn, dass Christen ihre Familien vernachlässigen, ignorieren oder aufgeben sollen, um Gott mit ihrem Leben dienen zu können. Ein Familienleben steht für Jesus nicht im Gegensatz zum Willen Gottes. Worauf Jesus hinaus möchte, ist, dass selbst unsere Familien im Vergleich zu Gott eine untergeordnete Rolle spielen. Gottes Wille soll sich in jedem Bereich unseres Lebens auswirken und entfalten. Jesus Christus lässt es nicht zu, dass seine eigene Mutter und seine Geschwister ihm vom Willen Gottes abhalten. Die Königsherrschaft Gottes ist nicht nur einzigartig wohltuend, sondern auch kompromisslos und wir tun gut daran, nichts und niemanden auf diesen Thron zu setzen. Noch nicht einmal unsere Familienmitglieder.

Jul 25, 2017 - Impulse    1 Kommentar

Die Bibel ist langweilig?

Wenn Leute sagen, die Bibel sei langweilig, dann frage ich mich: Warum? Biblische Charaktere sind voller Leben. Ihnen ist einen einzigartige Leidenschaft zueigen. Ihre Biografien offenbaren Dramatik, Pathos, Lust, kriminelle Energie, Hingabe und jeden erdenklichen Aspekt des menschlichen Seins. Da finden wir Tadel, Reue, Buße, Trost, praktische Weisheit, philosophische Betrachtungen und vor allem Wahrheit. […] Auch wenn ihre Lebensumstände ganz andere waren als unsere, sind ihre Probleme und Sorgen den unseren sehr ähnlich.

Die Langeweile, die manche beim Bibellesen empfinden, begegnete mir vor einiger Zeit, als ich beauftragt wurde, in einem christlichen College Pflichtkurse über die Bibel zu unterrichten. Der Leiter der Einrichtung rief mich und sagte: „Wir brauchen einen jungen und begeisterten Mann mit dynamischen Methoden, der die Bibel lebendig machen kann.“ Ich musste mich dazu zwingen, mir die Antwort zu verkneifen. Ich wollte sagen: „Sie wollen, dass ich die Bibel zum Leben erwecke? Ich wusste noch gar nicht, dass sie gestorben ist. Um ehrlich zu sein, wusste ich nicht einmal, dass sie krank war. Wer war der behandelnde Arzt, als die Bibel starb?“ Nein, ich kann die Bibel für niemanden lebendig machen. Sie ist schon lebendig. Sie hat mich ins Leben gerufen.

– R.C. Sproul

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