Aug 2, 2017 - Impulse    Keine Kommentare

Bist du nicht froh?

Bist du nicht froh, nicht wie David zu sein,
wie konnte er nur so abtrünnig werden?

Bist du nicht froh, nicht wie Kain zu sein,
der hasserfüllt seinen Bruder niederstreckte?

Bist du nicht froh, nicht wie Rebekka zu sein,
derart voller List und Betrug?

Bist du nicht froh, nicht wie die Israeliten zu sein,
die so schnell von Götzen verführt wurden?

Bist du nicht froh, nicht wie Elia zu sein,
wie konnte er bloß Gott vergessen und depressiv werden?

Bist du nicht froh, nicht wie Nebukadnezar zu sein,
wie konnte er bloß so machtbesessen sein?

Bist du nicht froh, nicht wie Simson zu sein,
wie konnte er nur so einfach zu Fall gebracht werden?

Bist du nicht froh, nicht wie Jona zu sein,
wie konnte er so sehr vor dem Worte Gottes fliehen?

Bist du nicht froh, nicht wie die Pharisäer zu sein,
so religiös perfekt, doch geistlich falsch?

Bist du nicht froh, nicht wie Judas zu sein,
der den Messias für ein paar Silberstücke verkaufte?

Doch warte.
Du bist wie sie, genauso wie auch ich.
Wir können es einfach nicht leugnen.

Diese Geschichten sind ein Spiegel, indem wir uns selbst sehen.
Auch wir sind listig und einfach zu täuschen.
Auch wir sind hasserfüllt und von Macht besessen.
Auch wir neigen zur Religiosität, während wir vor Gott wegrennen.
Auch wir vergessen Gott und werden von unseren Götzen verführt.

In Trauer müssen wir sagen, wir stehen an der Seite von
David, Saul, Rebekka, Jona, Elia und dem Rest.

Diese Geschichten sind für uns, um in ihnen unsere Geschichte zu entdecken,
damit es für uns unmöglich wird
uns auf unsere Selbstgerechtigkeit zu berufen.

Sondern stattdessen
in Seine ausgetreckten Arme des Erbarmens zu laufen,
sich an Seine unerschöpflichen Liebe zu klammern,
und letztlich in seiner Barmherzigkeit Ruhe zu finden.

Bist du nicht froh
aus der Finsternis des Selbstbetrugs auszusteigen und zuzugeben, wer du wirklich bist?

Ich habe keine Gerechtigkeit in mir.
Christus, der die Sünde nicht kannte wurde für mich zur Sünde gemacht,
damit ich Gottes Gerechtigkeit würde in ihm.

Eine übersetzte und leicht abgewandelte Andacht von Paul Tripp.
Zum Original: „Psalm 51: Aren’t You Glad You’re Not Like David?“

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