Jun 27, 2012 - Allgemein    Kommentare deaktiviert für Biblische Gemeindemitgliedschaft (Blog-Serie, Part 3)

Biblische Gemeindemitgliedschaft (Blog-Serie, Part 3)

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Gemeinde Gottes – weltweit und lokal (Fortsetzung)

Frauenkirche in DresdenAuch Offb 3,4 spricht deutlich von konkreten Personen (wörtlich Namen), die in der Gemeinde in Sardes anwesend waren und ein heiliges Leben pflegten, ganz im Gegensatz zu anderen innerhalb der Gemeinde! Diese andere Gruppe wird von Jesus persönlich hinausgestoßen, wenn sie nicht umkehren und Buße tun (Offb 2,5; Offb 3,5; 1Joh 1,9). Auch hier ist es die gemeindliche Pflicht für klare Verhältnisse der Zugehörigkeit bzw. Mitgliedschaft zu sorgen und wenn nötig den Kontakt zu irregeleiteten Gottlosen zu vermeiden (2Tim 2,16) und Streitfragen abzuweisen (2Tim 2,23). Hier gilt jedoch stets Gottes Gebot:

2Tim 2,24) Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern gegen alle milde sein, lehrfähig, duldsam, 25) und die Widersacher in Sanftmut zurechtweisen, ob ihnen Gott nicht etwa Buße gebe zur Erkenntnis der Wahrheit 26) und sie wieder aus dem Fallstrick des Teufels heraus nüchtern werden, nachdem sie von ihm gefangen worden sind für seinen Willen.

Klar wird, dass die Bibel ein Bild von Gemeinde zeichnet, welches ein Drinnen und Draußen kennt. So sind aus letzterer Passage Hymnäus und Philetus eindeutige Irrlehrer (2Tim 2,17-18), welche von der Gemeinde gemieden und abgewiesen werden sollen. (Ähnliches ist auch in 1Tim 4,7.11 und in 1Tim 6,20-21 nachzulesen!)

Gottes Heilshandeln ereignet sich sowohl in der einen wahren, universellen und weltweiten Kirche, als auch in der einzelnen Ortsgemeinde. 108x wird das griechische Wort ekklēsia (wörtlich übersetzt „die Herausgerufene“) im Neuen Testament mit der folgender Bedeutung verwendet: Gott ruft in Jesus Christus Sein Volk aus der Welt und der Sünde heraus und versammelt sie als Seine Gemeinde (Röm 8,30; 2Thess 2,14; Apg 2,40; 2Kor 6,17; Gal 1,4; Eph 1,10).

In den nächsten Abschnitten werden wir feststellen, dass Mitgliedschaft letztlich nur ein Synonym für folgende Begriffe ist: Verbindlichkeit, Verantwortung, Verpflichtung, klare Verhältnisse, gegenseitige Liebe, Zurechtweisung, Ermahnung und Unterordnung (Heb 10,24-25). Diese Eigenschaften sind aber innerhalb der Bibel immer nur auf die Gemeinde Gottes anzuwenden, denn wie könnten wir Außenstehende derartige Dinge auferlegen und von ihnen all dies abverlangen.

Hinweis: Bei all meinen Ausführungen zum Thema „Biblische Gemeindemitgliedschaft“, möchte ich auf Folgendes hinweisen: Mein vorrangiges Ziel ist es, denjenigen Orientierung zu geben, die sich über die Beziehung zu ihrer Kirchengemeinde im Unklaren sind. Hierzu versuche ich, die uns gegebenen Hinweise und Aussagen aus der Bibel herauszufiltern und gebündelt darzustellen. Mir ist bewusst, dass einige Passagen in dieser Blog-Serie für den ein oder anderen ungewohnt-neu oder vielleicht auch manchmal unverständlich sein werden, sodass innerer Widerstand aufkommen kann (v.a. bei Themen, die sich mit Abgrenzung beschäftigen). Umso nötiger scheint es mir, den guten Gedanken Gottes über dieses Thema nachzuspüren.
Ich möchte wiederholt betonen, dass alles Miteinander (wie schon in 2Tim 2,24-26 erwähnt) in Demut und Barmherzigkeit geschehen soll. Denn Gott war mit mir weit aus demütiger und barmherziger, als ich es jemals gegenüber meinen Mitmenschen sein könnte. An dieser Stelle gibt es sowohl für uns persönlich, als auch in unseren Gemeinden noch viel zu lernen (Röm 3,22-24).

Fortsetzung folgt.

Soli Deo Gloria,
wju

Bildquelle: Jürgen Justus

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