Sep 10, 2016 - Allgemein    Kommentare deaktiviert für Argumente gegen den Dispensationalismus

Argumente gegen den Dispensationalismus

Hans-Werner Deppe hat einen hilfreichen Artikel verfasst, der berechtigte Fragen an den sogenannten Dispensationalismus stellt. Folgende bzw. folgenreiche Thesen werden erörtert:

  1. Der Dispensationalismus lehrt, dass die Bibel und die Heilsgeschichte in mehrere Heilszeitalter (Haushaltungen oder Dispensationen) aufzuteilen sind. Zwischen den einzelnen Heilszeitaltern bestehe eine unüberbrückbare Diskontinuität.
  2. Der Dispensationalismus lehrt, Jesus habe Israel das davidisch-messianische Königreich angeboten, doch entgegen Gottes Absicht hätten die Israeliten es abgelehnt. Daher sei die Wiederherstellung des davidischen Königreichs aufgeschoben worden bis zur Wiederkunft Jesu.
  3. Der Dispensationalismus lehrt, dass das nationale Volk Israel als Gesamtheit auch heute noch Gottes auserwähltes Volk sei.
  4. Der Dispensationalismus lehrt, er selbst sei der Schlüssel zum einzig richtigen Bibelverständnis.
  5. Der Dispensationalismus lehrt, dass die Zeit zwischen Pfingsten und Entrückung ein „Einschub“ oder eine „Einschaltung“ in der Heilsgeschichte Gottes sei.
  6. Der Dispensationalismus lehrt, dass Israel und die Gemeinde zwei völlig verschiedene Völker seien, zwischen denen keinerlei Kontinuität bestehe und die daher heilsgeschichtlich absolut getrennt sind, auch was ihre Heilszukunft betrifft.
  7. Der Dispensationalismus lehrt eine künftige Wiederherstellung Israels und des jüdischen Systems samt Tempel- und Opferdienst.
  8. Der Dispensationalismus lehrt eine künftige Trübsalszeit für Israel und dass die Gemeinde vorher entrückt werde.
  9. Der Dispensationalismus lehrt, der neue Bund sei noch nicht in Kraft und gelte nur dem nationalen Israel im tausendjährigen Reich.
  10. Der dispensationalistische Zukunftsplan mit Vorentrückung und Wiederherstellung Israels ist nicht nur nicht im Neuen Testament zu finden, sondern widerspricht auch klaren und wichtigen Schriftstellen über die Zukunft.
  11. Der Dispensationalismus lehrt ein literalistisch-irdisches, engsichtiges Verständnis des Alten Testaments.
  12. Der Dispensationalismus geht nicht in textauslegender Weise (exegetisch) an die Schrift heran, sondern argumentiert mit einer Methodik, die nicht dem Grundsatz „Sola Scriptura“ entspricht.

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