Okt 16, 2012 - Allgemein    6 Kommentare

10 Gründe, warum Gott Leid zulässt

Warum lässt Gott Leid zu? Dieser Frage entgegnen viele Menschen mit einer großen Anzahl von Fragezeichen in ihren Gesichtern. Egal, ob Christ oder nicht. Oft scheint es keine Antwort auf diese existenzielle Frage zu geben.

Zu ebendieser Frage, las ich soeben einen guten Artikel auf der Seite der Gospel Coalition, der zum Nachdenken anregt. Hier werden 10 Gründe auf biblischer Basis aufgeführt, die der Frage nach dem großen WARUM nachgehen. Folgende Punkte habe ich übersetzt, damit auch deutschsprachige Leser etwas davon haben.

  1. Um uns daran zu erinnern, dass die Welt zerbrochen ist und nach Erlösung seufzt (Röm 8,20-23).
  2. Um Gerechtigkeit in Reaktion auf Adams (und unsere) Sünde zu wirken (1Mo 6,13; Hi 4,8).
  3. Um uns an den Ernst der Auswirkungen von Adams (und unserer) Sünde zu erinnern (1Mo 3,16).
  4. Damit wir abhängig von Gott bleiben (Hebr 12,6-7).
  5. Damit wir uns mehr nach dem Himmel sehnen/ausstrecken und weniger nach der Welt (Apg 5,1-11).
  6. Damit wir mehr Christus ähneln, dem leidenden Gottesknecht (Röm 8,29; 2Kor 1,5; 2Kor 4.11).
  7. Um verlorene Menschen daran zu erinnern, dass sie Gott brauchen. (Ps 119,67.71).
  8. Um das Glück des Himmels zu versüßen. (Röm 8,18; 1Petr 4,13; Ps 126,5; Jes 61,3).
  9. Damit Christus die Ehre erhält, indem er unsere Stärke ist (Joh 9,3; 2Kor 4,7).
  10. Damit andere dadurch sehen, dass Er unser Schatz/größter Wert ist, und nicht wir selbst (2Kor 4,8-9).

Diese Auflistung erklärt mit Sicherheit nicht jede Notlage und jedes Problem. Das kann sie auch nicht und will sie auch nicht. Aber vielleicht hilft es dem ein oder anderen in der Not auf Gott zu vertrauen und bei ihm Trost zu finden.

Der große englische Prediger des 19. Jahrhunderts C. H. Spurgeon sagte einmal:

Es ist kein Tropfen Trübsal mehr in eurem Kelch, als Gott erwählte hineinzugießen.

Hier gelangst du zum Originalartikel „10 Reasons Why God Allows Suffering“.
Die Bibelstellenangaben in den Punkten 2, 3 und 5 habe ich nachträglich hinzugefügt, um die Liste zu vervollständigen.

Soli Deo Gloria,
wju

Bildquelle: Marian Trinidad

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6 Kommentare

  • Mit dem Hinweis, dass damit natürlich kein letztgültiger „Katalog“ der Leidensgründe vorliegt, aber situativ biblisch orientierter Trost und Vertrauen auf Gott geschenkt werden kann, sehr hilfreich.

    Good work – Danke für den Hinweis und die Übersetzung!

    • Ich danke dir für deine mutmachenden Worte, Michael. 🙂

  • Ich finde die Erklärungen von C.S. Lewis in dem Buch „über den Schmerz“ sehr hilfreich. Sein Grundgedanke ist: Liebe ist dann etwas wert, wenn sie etwas kostet. Liebe, die dem Liebenden nichts kostet, wäre einfach und würde nichts beweisen. Nur in einer Welt, in der Schmerz und Leid möglich ist, ist auch eine Liebe möglich, die etwas kostet. Der Preis von echter Liebe ist immer eine Form von Leid, das man ertragen muss. Darum hat Gott eine Welt erschaffen, in der Leid auch erfahrbar ist. Dies hat aber auch zur Folge, dass Nicht-Liebe ebenso Leid und Schmerz erzeugt. Jesus selber hat gelitten in dem er uns liebte. Es ist also sogar Gottes Wesen, seine Liebe im Leid zu konkretisieren. Wie könnte sonst ein Gott, der alles hat, dem alles möglich ist, beweisen, dass es ihm in seiner Liebe wirklich ernst ist. Er könnte uns mit einem Wort einfach alles geben, was wir uns wünschen, aber wäre das wirklich Liebe?

    • Vielen Dank, Thomas! Meiner Meinung nach sind diese Worte sehr passend zu diesem Thema. Das Leid wird dadurch nicht bloß auf den Menschen fokussiert. Es kommt eine neue Ebene hinzu. Die göttliche Perspektive im Leid. Danke!

  • […] einigen Tagen veröffentlichte ich einen Artikel mit “10 Gründen, warum Gott Leid zulässt” und einen Artikel über den Psalm 125: “Kraft, Stärke und ewigen Segen — von Gott für […]

  • Ich habe soeben ein sehr interessantes (englisches) Video gefunden. Passend zum Thema. Hier werden sehr wichtige Aspekte genannt. http://www.youtube.com/watch?v=gQ0whlNNWsM