Nov 10, 2018 - Impulse    Keine Kommentare

Mitgefühl löst nicht mein Problem!

Immer beliebter wird die Idee, dass das Kreuzesgeschehen lediglich Gottes beispiellose Solidarität in Christus mit uns weinenden, leidenden und sterben Menschen symbolisiert. Obwohl an dieser Idee an und für sich nichts falsch ist, führt sie mich doch in dem Augenblick in die Irre, wenn ich das Kreuz allein auf den Solidaritätsgedanken beschränke.

Denn Gottes Solidarität alleine löst nicht das Problem meiner Sünde und meiner Schuldgefühle. Mitgefühl alleine tilgt nicht mein schlechtes Gewissen, das mich belastet und quält. Gott hat eine echte Lösung für unser ganz reales Problem.

Die Bibel sagt eindeutig, dass Jesus durch seinen Tod uns mit Gott versöhnt hat!

Römer 5:

8 Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist.

9 Vielmehr nun, da wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt sind, werden wir durch ihn vom Zorn gerettet werden.

10 Denn wenn wir, als wir Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, so werden wir viel mehr, da wir versöhnt sind, durch sein Leben gerettet werden.

Jesus ist „für uns gestorben“, d.h. dass er stellvertretend (also an unserer Stelle) für uns starb. Um unser Schuldproblem zu lösen, heißt es sogar, dass Gott seinen sündlosen Sohn „für uns zur Sünde gemacht“ hat (2Kor 5,21)! Was für ein Statement!

Darum kann Petrus so eindeutig davon sprechen, dass Jesus „unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben“ (1Petr 2,24).

In den nachfolgenden Versen zitiert Petrus nicht ohne Grund ausgerechnet Jesaja 53, wo der Prophet Jesaja das stellvertretende Leiden von Jesus voraussagte, indem er schrieb:

5 Er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.

6 Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen eigenen Weg; aber der HERR ließ ihn treffen unser aller Schuld.

8 Wegen des Vergehens seines Volkes hat ihn Strafe getroffen.

10 Doch dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen. Er hat ihn leiden lassen.

12 Er aber hat die Sünde vieler getragen und für die Verbrecher Fürbitte getan.

Ja, Gott ist solidarisch. Aber er ist weit mehr. Gott ist voller Liebe und Vergebung und will lieber, dass Jesus für unsere Sünde die gerechte Strafe trägt, als dass wir die radikale Trennung von Gott schmecken. Das ist unser Gott. Das ist gute Nachricht. Das ist Evangelium!

Wer das glaubt darf ewig leben!

Nov 8, 2018 - Impulse    Keine Kommentare

Zeitgeist statt Bibel

Pastor Wolfram Wobig findet klare Worte:

Das Gemeindejugendwerk (GJW) des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden gibt seit einigen Jahren eine eigene Zeitschrift mit dem Titel „Herrlich“ heraus. Die aktuelle Ausgabe 02/2018, die mir vor kurzem zugeschickt wurde, steht unter dem Titel „All you need is love: Von Liebe, Sex und Zärtlichkeit.“ Ansich ist es eine positive Sache, dieses wichtige und trotzdem oft vernachlässigte Thema zu behandeln. Wer in der Ausgabe jedoch biblisch fundierte und seelsorgerlich hilfreiche Impulse erwartet, wird leider enttäuscht. Ein erschütterndes Beispiel stellt der Artikel zweier BEFG-Pastoren dar, indem sie häufige Fragen zum Thema Sexualität und Liebe beantworten.

Zum Artikel: Zeitgeist statt Bibel

Nov 8, 2018 - Impulse    Keine Kommentare

Das Evangelium im Zentrum

Im gestrigen Bibelkreis berührten wir das Thema, was es für eine Gemeinde bedeutet, wenn das Evangelium im Zentrum der Gemeinde steht. Hier ein kleiner Auszug:

Eine evangeliumszentrierte Gemeinde ist eine Gemeinde, die sich dem Evangelium verschreibt, es verkündigt und anwendet. Menschen werden ermutigt an das Evangelium zu glauben und das Evangelium auszuleben. Das hat zur Konsequenz, dass das Evangelium nicht nur den Eintritt in ein neues Leben mit Gott markiert. Das Evangelium ist darüber hinaus die treibende, motivierende, bestimmende und sich auswirkende Kraft in allen Lebensbereichen der Kinder Gottes.

Das christliche Leben ist demnach nicht einfach eine moralische To-Do-Liste von Do’s & Don’ts. Unsere Lebensführung hat ihren Ausgangspunkt immer wieder im Evangelium, wo wir entdecken, dass Gott sich in Jesus Christus aus unermesslich viel Gnade und Liebe uns zugewandt hat. Nur diese göttliche Dimension hat die Kraft uns nachhaltig und von innen her zu verändern.

Das Evangelium beeinflusst u.a.:

  • Wesenszüge biblischer Gemeindeleitung: Apg 20,28
  • Kampf gegen sexuelle Versuchungen: 1Kor 6,28-20
  • Großzügigkeit mit Finanzen: 2Kor 8,9.14
  • Überwindung rassistischer Gedanken: Eph 2,11-14
  • Bereitschaft zur Vergebung: Eph 4,32
  • Umgang in der Ehe: Eph 5,25
  • Umgang mit ungerechtem Leid: 1Petr 2,20f

In all diesen (und noch viel mehr) Lebensbereichen steht das Evangelium von Jesus Christus im Zentrum und bildet den entscheidenen Faktor für eine Lebensführung, die Gott Ehre bringt und unseren Menschen dient.

„Ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes zur Rettung jedem Glaubenden!“ (Römer 1,16)

Okt 14, 2018 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Schwarzbrot für alle!

Schwarzbrot für alle!

Heute predigte ich über das Kapitel 13 des Markusevangeliums. Inhaltlich handelt es sich dabei um die Endzeitrede Jesu. Ich dachte mir bei den Vorbereitungen: „Puh. Endzeit also. Muss das sein? Ist das nicht etwas zu viel theologisches Schwarzbrot?“ Ich hatte nämlich die große Befürchtung, dass das ein riesiger Krampf wird, ein so gewaltiges und komplexes Thema in einer Predigt zu verarbeiten. Schließlich will ich sonntags trotz großen Lehranteils keine theologische Vorlesung abhalten und die wirklich durchmischte Zuhörerschaft nicht abhängen.

Die Erfahrung, die ich dann machte und hier teilen möchte, hat mich mal wieder ermutigt. Wenn du auch in der Situation stehst, anderen Menschen biblische Inhalte zu vermitteln, dann ist das für dich!

Hatte ich in meinen Predigtvorbereitungen noch vehemente Bedenken, dass dieser Themenkomplex doch eigentlich nur was für die Bibel-Cracks sei, wurde ich nach der Predigt prompt eines Besseren belehrt. Gläubige unterschiedlichster Reife wurden — zu meiner Verwunderung (!) — gesegnet und gestärkt. In Wirklichkeit stelle ich immer wieder fest, dass Gottes Wort in Vollmacht gepredigt, Menschen tief berührt und Frucht bringt. Egal, ob Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi im Glauben, wirklich jeder kann von diesem Wort ergriffen werden! Dabei spielt der biblischen Themenabschnitt tatsächlich eine untergeordnete Rolle.

Wir Christen (und insbesondere wir Verkündiger) müssen uns immer wieder neu in Erinnerung rufen, dass die gesamte Bibel an die gesamte Gemeinde gerichtet ist und tatsächlich jedem „nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit“ ist (2Tim 3,16). Mit dieser Grundüberzeugung inspirierte schon der Heilige Geist die Schrift, indem er bspw. Paulus konkret in Kolosser 3,18-20 sowohl Frauen, Männer als auch Kinder anreden ließ. Wenn Gottes Geist dies bereits in der Entstehung der Bibel im Sinne hatte, dann sollte es uns nicht wundern, dass es auch eben diesen Effekt hat, wenn wir mithilfe des Geistes Gottes das biblische Wort predigen!

Wenn du also das nächste Mal vor einem vermeintlich „schwierigen“ biblischen Thema stehst, dann überwinde die Sorgen und rufe mit Psalm 119,162 aus: „Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute macht.“ Denn du hast das Vorrecht diese Beute unters Volk zu bringen.

Mrz 24, 2018 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Brich tief in mich ein

Brich tief in mich ein

Herr Jesus!

Gib mir eine tiefere Kenntnis von dir selbst
als Erlöser, Meister, Herr und König.

Gib mir tiefere Kraft im privaten Gebet,
mehr Süße in deinem Wort,
mehr Halt in deiner Wahrheit.

Gib mir tiefere Heiligkeit im Reden, Denken und Handeln,
und lass mich nicht nach Frömmigkeit suchen, außerhalb von dir.

Pflüge tief in meiner Seele, großer Herr, himmlischer Landwirt,
dass meine Seele ein bebautes Feld sein möge,
und die Wurzeln der Gnade sich weit ausbreiten mögen,
bis du allein in mir zu sehen bist,
und meine Seele der goldenen Schönheit der Sommerernte
und der Fruchtbarkeit des Herbstes gleicht.

Ich habe keinen Meister außer dir,
kein Gesetz außer deinem Willen,
keine Freude außer dir selbst,
keinen Reichtum außer dem, was du gibst,
kein Gut außer dem, womit du segnest,
keinen Frieden außer den, den du schenkst.

Ich bin nichts als das, wozu du mich machst,
ich habe nichts als das, was ich von dir empfange,
ich kann nichts anderes sein als diese Gnade, die mich ziert.

Brich tief in mich ein, lieber Herr,
und erfülle mich dann mit lebendigem Wasser.

Amen.

Angelehnt an ein Gebet aus „The Valley of Vision“.

Mrz 24, 2018 - Impulse    Kommentare deaktiviert für O Gott der Gnade!

O Gott der Gnade!

O Gott der Gnade,
du hast deinem Sohn Jesus meine Sünde zugerechnet
du hast seine Gerechtigkeit meiner Seele angerechnet,
du hast mich mit dem Gewand eines Bräutigams bekleidet
und hast mich mit Juwelen der Heiligkeit geschmückt.

Aber mein christlicher Lebenswandel gleicht dreckigen Lumpen;
meine besten Gebete sind mit Sünde befleckt,
meine bußfertigen Tränen sind nicht frei von Unreinheit,
meine Sündenbekenntnisse sind mangelhaft,
mein Beten zu dir ist mit Selbstsucht getränkt.
Ich habe kein Gewand zu bringen, um meine Sünden zu bedecken,
ich habe keinen Webstuhl, um meine eigene Gerechtigkeit zu weben.
Ich stehe immer wieder in schmutzigen Kleidern da,
doch du bekleidet mich immer wieder neu aus Gnade,
denn du rechtfertigst den Gottlosen.

Ich gehe immer wieder in das ferne Land
und kehre immer wieder als verlorener Sohn heim
und sage immer wieder: Vater, vergib mir!
Und du? Du bringst immer wieder das beste Gewand hervor.

Jeden Morgen lass es mich tragen,
ich will darin die Arbeit des Tages verrichten,
ich will darin jeden Tag verbringen,
ich will darin sterben,
ich will darin vor dem großen weißen Thron stehen,
ich will darin den Himmel betreten, der wie die Sonne scheint.

Gewähre mir, dass ich
die übermäßige Sündhaftigkeit der Sünde,
die unvergleichliche Gerechtigkeit des Heils,
die überragende Herrlichkeit Christi,
die außerordentliche Schönheit der Heiligkeit,
das erstaunliche Wunder der Gnade
nie aus den Augen verliere.

Amen.

Angelehnt an ein Gebet aus „The Valley of Vision“.

Okt 4, 2017 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Predigtreihe: Markus

Predigtreihe: Markus

Aktuell predige ich durch das Evangelium von Markus.

Predigten im Überblick

  1. Der unerwartete König
    Markus 1,1-15
  2. Die unerwartete Veränderung
    Markus 1,15-34
  3. Die unerwartete Wiederherstellung
    Markus 1,35-2,17
  4. Die unerwartete Religion
    Markus 2,18-3,6
  5. Die unerwartete Familie
    Markus 3,7-35
  6. Die unerwartete Lehre
    Markus 4,1-25
  7. Das unerwartete Königreich
    Markus 4,26-34
  8. Die unerwartete Kraft
    Markus 4,35-5,20
  9. Das unerwartete Durchhalten 
    Markus 5, 21-43
  10. Die unerwarteten Kosten (1)
    Markus 6,1-30
  11. Die unerwarteten Kosten (2)
    Markus 6,1-30
  12. Die unerwartete Versorgung
    Markus 6,30-44
Okt 1, 2017 - Impulse    Kommentare deaktiviert für Der Rhythmus des christlichen Lebens

Der Rhythmus des christlichen Lebens

Für Christen bedeutet das Leben ein ständiges Kommen und Gehen von Gott zu den Menschen, von den Menschen zu Gott. Es ist wie der Rhythmus des Schlafens und Arbeitens. Wir können nur arbeiten, wenn auch Zeit zum Ausruhen da ist; und wir können nur schlafen, wenn die Arbeit uns müde gemacht hat. Zwei Gefahren bedrohen unser Leben.

Einmal die Gefahr allzu großer, ununterbrochener Aktivität, die niemand auf die Dauer durchzuhalten vermag. Wer arbeitet, muss auch Ruhepausen einlegen, und niemand kann ein christliches Leben führen, wenn er sich keine Zeit für Gott gönnt. Möglicherweise besteht all unser Kummer nur darin, dass wir Gott keine Möglichkeit geben, zu uns zu sprechen, weil wir gar nicht mehr still sein und zuhören können. Wir räumen Gott nicht die Zeit ein, die nötig ist, um uns mit geistlicher Kraft und Stärke zu erfüllen, weil wir keine Zeit haben, auf Gott zu warten. Wie können wir mit der Last des Lebens fertigwerden, wenn wir keinen Kontakt zu dem haben, der der Herr alles guten Lebens ist? Wie können wir Gottes Werk anders als mit Gottes Kraft verrichten? Wie kann uns diese Kraft anders zuteilwerden als dadurch, dass wir in der Stille und Einsamkeit vor Gott danach suchen?

Die andere Gefahr besteht in allzu großer Zurückgezogenheit. Frömmigkeit ist nur dann echte Frömmigkeit, wenn sie sich im Tun auswirkt. Gebete sind nur dann echte Gebete, wenn sie unsere Taten bestimmen. Wir sollten die Gemeinschaft mit Gott niemals suchen, um die Gemeinschaft mit den Menschen zu meiden; wir sollten sie vielmehr suchen, damit wir dadurch für das Miteinander mit den Menschen umso besser geeignet werden. Der Rhythmus des christlichen Lebens besteht darin, dass wir wechselweise Gott in der Stille und die Menschen auf dem Marktplatz des Lebens aufsuchen.

– William Barclay

Sep 29, 2017 - Impulse    1 Kommentar

Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist

Auf die Frage wie wir sicherstellen können, dass wir in einer anhaltenden Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist leben, lehrte C.H. Spurgeon in „The Greatest Fight in the World“:

Zuallerst würde ich sagen: Behandle ihn, wie er behandelt werden sollte. Verehre ihn wie unseren erhabenen Gott und Herrn. Sprich nie vom Heiligen Geist als „eine Sache“; und sprich auch nicht von ihm, als handelt es sich bei ihm um eine Lehre oder einen Einfluss oder einen orthodoxen Mythos. Ehre ihn, liebe ihn und vertraue ihm. Er ist Gott, lass ihn in deinem Leben Gott sein.

Sep 9, 2017 - Impulse    2 Kommentare

Sei Teil der Gemeinde!

„Bist du so in das Leben eines Leibes von Gläubigen eingebaut, dass, wenn du aufhörst zu kommen, Dinge zusammenbrechen würden? Bist du auf solch eine Weise bereits mit Gläubigen verbunden? Voneinander abhängig zu sein bedeutet, dass Entscheidungen gemeinsam getroffen werden, persönliche Kämpfe gekämpft werden, Emotionen, Geld, Häuser, praktische Hilfe geteilt werden. Du teilst einfach alles. Petrus sagt hier, „in dem Maße, in dem du in eine ineinandergreifende wechselseitige Abhängigkeit eingebaut wurdest, […] kommt die Kraft des Heiligen Geistes und die Wirklichkeit Gottes zunehmend in dein Leben.“ […] Du kannst nicht erwarten, dass Gott in deinem Leben arbeitet, wenn du nicht in einen bestimmten Leib von Gläubigen eingebaut bist.“

– Timothy Keller

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